... mit Felix Torkar über das brutalistische Berlin und rohe Ehrlichkeit
In dieser Episode von WAS MIT KUNST trifft Johann König den Architekturhistoriker Dr. Felix Torkar, der sich seit über zehn Jahren intensiv mit der brutalistischen Architektur Berlins beschäftigt. Ausgangspunkt des Gesprächs ist sein Buch „Brutalist Berlin“ – und die Frage, was Brutalismus eigentlich ist.
Torkar erklärt, warum Brutalismus weniger ein klar definierter Stil als vielmehr eine Haltung war: der Wille, ehrlich zu bauen, Materialien nicht zu verkleiden und Konstruktionen sichtbar zu machen. Beton sollte zeigen, wie ein Gebäude entsteht und zusammenhält – roh, direkt und nachvollziehbar.
Sie sprechen über St. Agnes und Werner Düttmann, über den radikalen Umbau der Städte in den 1960er Jahren, den Abriss von Gründerzeitbauten und das große Vertrauen, das jungen Architekt:innen damals entgegengebracht wurde. Stahlbeton eröffnete neue Möglichkeiten – technisch, formal und gesellschaftlich –, brachte aber auch massive Eingriffe ins Stadtbild mit sich.
Ein zentrales Thema ist die heutige Wiederentdeckung des Brutalismus: als Gegenbewegung zu einer entmaterialisierten, neoliberalen Welt, als Sehnsucht nach etwas Physischem, Massivem, Begreifbarem. Torkar spricht über Nachhaltigkeit, über die „goldene Energie“ bestehender Gebäude – und darüber, warum Brutalismus sich so gut fotografieren lässt.
Eine Folge über Beton, Öffentlichkeit, gesellschaftliche Utopien und die Frage, warum uns diese Architektur heute wieder so unmittelbar berührt.
Das Buch „Brutalist Berlin“ HIER bestellen. WAS MIT KUNST … with Anders Lendager HIER hören.
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