Was mit Kunst - Ein Podcast von und mit Johann König | Podimo

Was mit Kunst - Ein Podcast von und mit Johann König | Podimo

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:00: Heute zu Gast mit einem Gespräch von vor sechs Jahren, aber aktuell wie eh und je ist Jeppeheim.

00:00:06: Und wir zeigen aktuell seine Ausstellung.

00:00:09: You are never really alone, zwei L also all one eine Ausstellung von Edelstahl, King Winn die Ballons die von der Decke sozusagen nach unten gesunken sind.

00:00:25: Läuft jetzt noch eine Woche und aus diesem Anlass wiederholen wir das Gespräch, sehr persönliches Gespräch.

00:00:31: Es war schön, dass man wieder zu hören.

00:00:33: Damals haben wir noch die ganzen Einspieler gemacht.

00:00:35: Hört selber rein!

00:00:36: Jetzt was mit Kunst je behindert.

00:00:42: Und danach hat sie gesagt, aber wie du mir gerade erzählt oder sitzt, kann ich merken, dass du musst einfach komplett die Rausnehmen von alles, was du machst in dein Leben.

00:00:52: Da bin ich einfach zusammengesunken.

00:00:57: Das war genau das.

00:01:19: Heute zu Gast ist Jeppe.

00:01:20: Hein, Jeppe ist für mich eine wahnsinnig wichtige Figur erst mein Trauzeuge aber er ist eigentlich quasi vor allem fast Gründungsursache für meine Galerie gewesen.

00:01:32: ich spreche mit Jeppe über unsere gemeinsame Karriere wie wir zusammengefunden haben und für mich glaube ich das Leerreichste wie man mit Krisen umgeht.

00:01:54: Jeppe, jetzt sind wir seit siebzehn Jahren ein Team und ich habe vorhin noch einmal überlegt.

00:02:01: Es ist wirklich sehr interessant weil ohne dich wäre ich glaube gar nicht galerist geworden und hätte gar nicht das gemacht was ich heute mache und hab mich erinnert.

00:02:12: Ich saß damals in der Sonne vom Frankfurter Kunstverein bei allen Institutionen, die es irgendwie gab in Frankfurt rum um meinen eigenen Weg in die Kunst zu finden.

00:02:29: und du warst am Aufbau und hast dann mich eingeladen mit dir mitzukommen nach Italien.

00:02:38: Wir kannten uns so flüchtig Und durch diese Erfahrung mit dir Sachen aufzubauen und irgendwie die Gespräche ist mein Wunsch irgendwie entstanden und dann auch durch dich, durch deine Bestärkung stärker geworden eben eine Galerie zu gründen.

00:02:57: Obwohl Galerie mich als solches nicht interessiert hat aber eben dir mit dir deine Sachen zu realisieren.

00:03:04: Und wie erinnerst du das?

00:03:07: Es ist ein crazy Roadtrip.

00:03:10: Also wir haben uns davor Und Frankfurt Kunstverein getroffen für eine Öffnung, die ich hatte da.

00:03:17: Wir haben ein sehr lustiges Gespräch.

00:03:18: Das war das erste Mal, dass wir so richtig persönlich reden.

00:03:20: Wir kennen uns seit einem Jahr, weil ich da in der Seelzule studiert habe und du immer dabei warst für alle was es Kunst betrifft in Frankfurt bei jede kleine Öffnungen oder mit jedem kleinen Gespräch oder Vortrag.

00:03:33: Da haben wir einen sehr intensiven Gespräch.

00:03:35: und dann habe ich gesagt, ich fahre morgen nach Brescia in Italien.

00:03:38: Ich habe meinen Ausstuhl im Galerie Minini.

00:03:40: heißt das damals?

00:03:41: Du hast Lust mitzukommen und da hast du sofort gesagt, ja rum herab.

00:03:45: Und dann habe ich mit einem Freund Michael auch ein bisschen zu zweit.

00:03:49: Habe die abgeholt oder war ein bisschen schlafen glaube ich da.

00:03:52: Ich glaub

00:03:53: am selben Tag noch ne?

00:03:54: Oder einen Tag später?

00:03:55: Nee das war ein Tag, es waren morgens, also nix da, morgens zwei, acht Stunden später irgendwie.

00:04:00: Und tass kurz mal reingepackt mit alles was da dann war und direkt in Italien.

00:04:07: Das war für mich eine... Eine ganz schöne Begegnung mit jemandem, der einfach sehr jung ist.

00:04:13: Wie war beide sehr jung?

00:04:14: Ich glaube du war siebzehn oder so was?

00:04:15: Sechs, achtzehn, siebzen und ähm... Aber du wüsste so viel von Kunstgeschichte!

00:04:22: Und da habe ich einfach diese zehn zwölf Stunden nach Gezahlen gefahren und hatte lustige Sachen besprochen und Michael in der Zwischenunis geärgert aber auch ganz viel gelernt über Kunstgeräte.

00:04:34: wo geht es

00:04:34: hin?!

00:04:35: Da war ich ja auch so eine Junge Künstler, da ist sehr viel Ambitionen und viele Wünsche.

00:04:46: Ich wollte sehr gerne Künstlern

00:04:47: werden.".

00:04:52: Der Frankfurter Kunstverein ist einer von vielen Kunstvereinen die es in Deutschland gibt.

00:04:57: Insgesamt existieren über dreihundert Vereine mit einhundertzwanzigtausend Mitgliedern, die sich in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine zusammengeschlossen haben.

00:05:07: Manche Vereine betreiben in ihren Räumen sogar eine Artothek – das heißt dort können Kunstwerke ausgeliehen werden!

00:05:13: Künstlerinnen, kreative und ein kunstinteressiertes Publikum finden in den Vereinen einen Netzwerk zum Austausch.

00:05:20: Mit Vorträgen, Ausstellungen und Bildungsreisen wird über aktuelle Entwicklungen in der Kunstzene informiert.

00:05:26: Finanziert werden die Vereine durch Mitgliedsbeiträge öffentliche Mittel und Sponsoren.

00:05:36: Aber was mich quasi rückblickend noch mal interessiert ist ich war keine Ahnung knappe zwanzig konnte kaum etwas sehen und hatte diese verrückte Idee, eine Galerie zu machen.

00:05:47: Und hatte quasi das eher so als Schnaps-EDD erzählt... ...und du hast gesagt ja ich bin ein erster Künstler, ich mach mit!

00:05:56: Das hat mir dann den Drive gegeben, das wirklich zu machen.. Ich habe mich aber doch irgendwie gefragt warum?

00:06:05: es lief schon?

00:06:06: Es fing an bei dir zu laufen und du hattest irgendwie Ausstellungen und Angebote.

00:06:11: Warum hast du...?

00:06:12: ... da auf mich vertraut.

00:06:16: Ja, das glaube ich doch sehr einfach für mich.

00:06:19: Erstmal war habe ich diese Reise gehabt wo ich dich kennengelernt hat und gespürt bin du bist als Person... Und ich glaube da hab' ich auch diese Wahnsinnenergie, habe mich bewundert glaube ich dass du einfach mit deiner damals Handicap oder Sehenswäche oder was man sagen, einfach diese Idee hatte plötzlich eine visuelle Beruf oft.

00:06:42: Also wenn ich sage immer was hast du gestern gesehen in der Galerie, man reden über sehen und da war ich sehr fasziniert über das diese Kraft dass du halt sagen jetzt will ich einfach eine Galerie öffnen Und dann haben wir ja auch gemerkt die Künstler du ziemlich schnell angefasst hat.

00:07:00: irgendwie war auch immer künstler der einfach nicht nur visuell gearbeitet aber sehr emotional oder gefühlsmäßig oder konzeptuell.

00:07:08: und das haben wir uns erst mal gesehen in deinem Programm.

00:07:12: Und das worum war überzeugt, dass es dieses Dialog, diese enge Dialog mit Kunstwerke zu entwickeln und meine erste Arbeit in der Weidinger Straße, glaube ich, war.

00:07:25: Da war einfach – das waren die dreihundertsechsteigerte Präsen, diese große Stahlkugel da diese ganz neue Galerie eigentlich langsam gestört hat oder sehr stört ... weil die Besuchereien kamen, dann hat sie aktiviert.

00:07:37: Die Kugel und die Kugl hat einfach in den Raum gerollt... ...und hat gegen die Wände gestoßen und hat einfach langsam die White Cube destroyert.

00:07:45: Aufmerksamkeit hast du ja auf dich gezogen mit einer Installation beim Rundgang an der Städelsschule,... ...wo mein Vater Direktor war und du hast aber bei Zobarnik glaube ich studiert.

00:07:59: Das war diese fahrende Wand.

00:08:02: Und der Wasser, also so eine Bank die ausfuhr und quasi die Raumwahrnehmung veränderte.

00:08:07: Du hattest dann für die Ausstellung, die wir geplant haben... Hattest du mir eine Idee?

00:08:13: Glaub ich wirklich nur so nebenbei erzählt hast gesagt, ich habe diese Idee, ich will eine Kugel machen, die anfängt.

00:08:19: Eine Stahlkugel sieht aus wie ne Abrissbirne aber ohne Kette liegt im Raum und soweit ein Besucher reinkommt setzt die sich in Bewegung und fängt an, den Raum zu zerstören.

00:08:28: Und das fand ich so super!

00:08:31: Da sind dann auch Momente, wo ich gemerkt habe, die besten Kunstwerke können einfach auch Ideen sein.

00:08:39: Alle um mich herum, die damals ganz am Anfang noch wichtig waren – also meinen Vater, mein Onkel, die meinen alle, das kannst du auf gar keinen Fall machen.

00:08:46: Also du kannst viel zu teuer, viel zu riskant, wer soll sowas kaufen?

00:08:51: Kein klassischer Sammler kauft sich eine Kugel für zu Hause, die sein Zuhause zerstört.

00:08:56: Und ich war aber irgendwie total überzeugt von dieser Idee und hatte ja das war ja nicht die erste Ausstellung sondern es war glaube ich dann die dritte Ausstellung und habe dann fast ein bisschen unverantwortlich diese Kugeln beauftragt hier bei so einem Produzenten der sich auf Robotik und so spezialisiert hat ohne eigentlich das Geld zu haben das zu bezahlen.

00:09:21: Und dann war es aber so, dass diese Ausstellung für uns beide ja wie ein... Es hat irgendwie alles verändert.

00:09:28: Also weil wir haben dann einmal einen super Erfolg, weil die Leute sowas noch nie gesehen hatten und wir haben ja wirklich sofort alles verkauft.

00:09:37: und wo ich dir auch bis heute sehr dankbar bin ist du hast mich ja länger mit dem Geld arbeiten lassen was glaube ich dann für mich quasi der Grundstein war um überhaupt weiter.

00:09:45: also erst mal konnte ich meine Schulden bezahlen mit dem, also die Schulden bei den Herstellern und die anderen aufgelaufenen Mietschulden usw.

00:09:52: Und dann war es aber eben so dass wir hatten ja ich glaube die kostete siebentausend Euro Herstellungskosten und fünfundzwanzig tausende Euro im Verkauf und alle drei Edition haben wir verkauft und ab hier haben wir sogar nach Los Angeles ans Museum verkauft.

00:10:12: Wichtigste Lektion für mich und danach wirklich alles bestimmt hat war, dass man irgendwie seiner Intuition folgen muss auch wenn alle anderen einen für bescheuert halten.

00:10:22: Und das quasi... Dass man besser damit fährt Sachen zu machen wo man das Gefühl hat sie sind die richtigen und dann andere davon zu überzeugen oder darauf zu setzen, dass andere einem folgen als zu schauen okay was könnte denn andere interessieren und sich daran anzupassen?

00:10:39: Das finde ich eben überhaupt bei Künstlern, bei dir und eigentlich allen Künstler immer so bewundernswert dass die sich trauen ihren ja weiß ich nicht Traum zu leben.

00:10:53: Wann hast du gemerkt?

00:10:55: Du willst Kunst machen und dich dann auch überwunden und dich zu trauen das diesen Weg einzuschreiten.

00:11:01: Ja also ich habe immer Kunden in meiner Familie gehabt auf meine Oma, also meine Omasseite.

00:11:09: Also mein Omasgroße Bruder war Erskar Jorn, so ein Cobra-Painter von Sidosionisten und so, von der Sechsteen, äh, siebzig Jahre.

00:11:18: Und er hat auch zwei Brüder und da war immer so Kunst in der Familie.

00:11:22: Ich habe es ein bisschen Abstand genommen von dem, weil ich fand das ein bisschen verrückt war damals.

00:11:25: Ähm...und dann bin ich erst sechstehn Jahre alt zu meiner Mutter gezogen in Jülern und ihrer neue Mann Weil mein Eltern war getrennt, weil ich fünf war oder hat sie getrenn.

00:11:39: Er war Künstler, einfach Künstmaler.

00:11:41: Ich wollte gerne Fußballspieler werden aber er hat dann probiert ... Er hatte schon eine Zelle und mir gesagt, du könnt immer malen Aber er hat Aquarell gemacht und er hatte Acryl Bilder gemacht Wunderschöne Malereien, Naturmalereien eigentlich.

00:11:57: Und irgendwann an Tag habe ich Pro ausprobiert und das hab mich so eine physische und psychische Erlebnis.

00:12:04: Es war einfach eine Sprache, dass sie noch nie gesprochen hat.

00:12:07: Und plötzlich kam das einfach raus.

00:12:10: Ich würde fast sagen es waren spiozelle Erlebnisse.

00:12:12: aber wenn man mir so Praxis anguckt was einfach irgendwie plötzlich eine Sprage, die sie nie gesprochen hatte und plötzlich war das einfach aktiviert.

00:12:19: Aber es ging mehr um das was in dir passiert als um das sozusagen.

00:12:22: was gings mehr um dein erlebnis oder um das Ergebnis orientierte schaffen?

00:12:26: Ja, da war es nicht georientiert.

00:12:28: Das kam einfach ein bisschen später, dann wollte ich gerne mehr machen und dann habe ich langsam mehr mehr produziert.

00:12:33: und dann war die erste Ausstellung einen kleinen Café und diese Response.

00:12:36: und dann plötzlich hat das ja mehr und mehr aktiviert, würde ich sagen.

00:12:40: Interesse von was zu lernen?

00:12:42: Was ist eigentlich Kunst?

00:12:45: Und dann glaube ich du hattest richtig eine Fußballkarriere, die durch irgendeine Verletzung geendet ist.

00:12:51: Ich war auf dem Weg, würde ich sagen.

00:12:53: Aber ich war nicht professionell und so.

00:12:55: Aber nationalauswahl oder sowas?

00:12:57: Ja, aber ich war ganz nah, diesen Weg zu fahren.

00:13:01: Jetzt freue mich, dass es einen ganz anderen Weg geht.

00:13:04: Wenn ihr Fußballspieler werdet, dann würde ich schon länger auf den Pension sein.

00:13:09: Und jetzt fang mein Leben ja erst mal richtig an mit der Grund.

00:13:17: Die Städelschule ist eine Hochschule für bildende Künste in Frankfurter Main.

00:13:22: Sie ist einer der kleinsten Kunsthochschulen in Deutschland, aber sie gehört zu den renommiertesten weltweit.

00:13:28: Die Stedelschulle geht auf eine Stiftung des Frankfurta-Banquets und Kaufmanns Johann Friedrich Stedel aus dem Jahre eighteen hundertsehnt zurück.

00:13:35: Mit der Übergabe seiner Sammlung an die Allgemeinheit legte Stedel den Grundstock für Ausbildung und Förderung künstlerischen Nachwuchses.

00:13:43: Maler wie Moritz von Schwint, Wilhelm Trübner und Max Beckmann lehrten an der Städelschule.

00:13:49: In den letzten Jahren wurde Johans Vater Kaspar König als Professor an die Städelschule berufen.

00:13:55: Der legte ab dem Jahr deiner Rektor

00:14:01: aus.

00:14:02: Hattest du das Gefühl, dass du damals Mut gebraucht hast diesen Weg des Künstlers einzuschreiten?

00:14:09: Für mich gab es von Tag eins an.

00:14:11: Ich bin geboren, da hat mein Vater diese riesen Westkunst-Ausstellung in Köln gemacht so groß wie eine Dokumenta und das habe ich natürlich nicht mitbekommen, weil ich gerade erst auf der Welt war.

00:14:22: Aber danach war ja immer Kunst ... weiß ich nicht alles richtete sich nach der Kunst!

00:14:28: Der Urlaubsort... die Freunde waren quasi beruflich verbundene es war immer nur Kunst die ganze Zeit Und das hat mich ja total abgeturned als ich dann also erst hatte diesen schweren Unfall und bin ins Internat gekommen, was sehr wichtig war.

00:14:47: Weil ich dadurch einfach mit anderen Kindern das ähnliche Schicksal hatte auch wenn die keinen Unfall hatten.

00:14:52: irgendwie war dann wie eine Normalität dass eben alle nicht sehen konnten und war dann auch sehr genervt von Kunst.

00:14:59: aber ich glaube das verlag einfach an der an der Pubertät und habe dann durch dich durch die Stehlschule als wahnsinnig tollen auch wilden wie Partyort und freier Austausch.

00:15:14: Also es war ja eine interessante Zeit, das ist ja auch anders jetzt.

00:15:17: Heute ist es viel, weiß ich nicht, karrieregetriebener als damals.

00:15:22: Es war glaube ich sehr viel experimenteller was auch an meinem Vater lag und der ging dann weg und auf einmal war sozusagen die Beziehung ein bisschen frei.

00:15:29: Der ging nach Köln ans Museum Ludwig und dann habe ich eben auch dieses Leben, was Künstler leben wollte Teil haben und das mitgestalten.

00:15:38: Und habe aber gemerkt, ich bin selber kein Künstler!

00:15:41: Um mich interessiert ... Aber sehr dieser Moment... Wie du sagst was dann angefangen zu malen?

00:15:48: Ist es eine Großüberwindung auch im familiären Umfeld sich zu trauen und zu sagen okay ich gehe diesen Weg.

00:15:54: Ich versuch dass weil man muss ja als Künstlern sehr lange erst einmal muss man an sich selber arbeiten oder an der eigenen Arbeit arbeiten um irgendeine Sprache zu entwickeln die mit der man sich wohlfühlt.

00:16:07: Und dann, wenn du das geschafft hast was ja total schwierig ist überhaupt erstmal zu schaffen musst du auch noch andere davon überzeugen dass es interessant ist und so mich interessiert war.

00:16:15: sozusagen war das wie ein Sprung den man ins Beck macht oder ist das natürlich gelaufen und so entwickelt wie ich weiß ich nicht.

00:16:25: auf einmal studiert man eigentlich das dann fängt man hier an und dann arbeitet man in dem und dem Bereich.

00:16:32: Also ich glaube bei mir war es einfach ein Prozess, aber ich bin ja auch Legisliniker.

00:16:37: Das heißt, das worum habe ich auch einen Schreiner-Beruf ausgesucht nach meiner Schulzeit vom neunten Klass.

00:16:43: Da habe ich dann den Schreinern gelernt und einfach gemerkt dass die, sagen wir mal, die akademische Weg, auch weil die Kunstakademie in Copenhagen ist akademisch ist, habe ich nicht genommen.

00:16:51: Ich muss einfach als Praxis nehmen.

00:16:53: Und das heißt aber auch wegen meine glaube Kindheit da habe ich immer sehr viel Selbstvertrauen bekommen von... was ich gemacht habe.

00:17:00: Und das ist einfach automatisch so eine Prozess, ich glaube da war gar keine andere Wege für mich in diese Richtung zu gehen und ich war ja ein Jahr in Indien, hatte gemalt und hat viel rumgereist und hat gemerkt jetzt will er einfach konstruieren.

00:17:19: Ich will einfach mich herausfordern und dass es die wege gehen will Vertraut, das will ich eigentlich sein.

00:17:34: Und jetzt ist ja so ein Riesentraum, dass wir seit Jahren leben in oder ich immer habe die Möglichkeit tolle Projekte zu entwickeln weil wir uns viel zusammen aufgebaut hat und auch weil die Leute Institutionen oder Städte oder Kurator oder Gesammler interessant mir einladen für wunderschöne und fantastische Herausforderungen.

00:17:58: Das ist eine... als Kündler will ich gerne uns entwickeln.

00:18:01: Aber es war jetzt nicht so, dass du irgendwie ne Grundsatzentscheidung getroffen hast?

00:18:04: Nee, ich glaube das ist einfach automatisch da in dieser Richtung geleben.

00:18:11: Ich habe keine anderen Wünsche damals gehabt und das war ja auch sehr... ich war sehr zielstrebig, glaub' ich.

00:18:18: Und ich war auch sofort, hab' ich meine Handwerk benötigt, als Ander-Kündler zu arbeiten für die Professorin Gruppenhagen von der Kunsttechnologie, dann bin ich an der Kundestregelmik reingekommen Und dann habe ich in dieser Zeit auch sehr schnell Veranterkünstler gearbeitet.

00:18:30: Ich hab von Ole Fuhr früh gearbeitet, ich war eine seiner erste Assistenten und dann hab' ich auch vom Elmgang... Das war

00:18:35: die erste Reise auf die du mich mitgenommen hast oder?

00:18:38: Oder war das nach...?

00:18:38: Ich glaube das war unsere erste Begegnung.

00:18:40: da bist du nach Karlsruhe gefahren und erste große Ausstellung von Ole fuhr und es war für mich auch ein bisschen wie so ein Erweckungserlebnis weil mein Vater ist ja sozusagen Ja, starker Meinungsmacher gewesen und extrem einflussreicher Kurate.

00:18:58: Und der fand eben diese neue Form der Kunst die der Olafur und viele andere du und Carsten Höller und andere praktizieren nicht so interessant.

00:19:09: Und dieses sozusagen ja vielleicht auch irgendwie referenzielle erlebnisgetriebene Erfahrungsmoment das dann da propagiert wird.

00:19:18: Für mich war es aber total beeindruckend weil ich das so nicht kannte und dann auch so ein Abnablungsprozess anfingen.

00:19:26: Und ich gemerkt habe, okay es gibt noch was anderes als das sozusagen, was da zu Hause vorgelebt wird und mich das eben auch gereizt hat.

00:19:36: Dann kam der Schritt oben drauf damals mit der Kugel.

00:19:40: Da lag ich richtig und das hat mich so bestärkt.

00:19:43: in dem also überhaupt aber auch... Dass du damals dich mir angeschlossen hast, hat mich ja bestärked.

00:19:51: Wie du sagst, man braucht ja diesen Zuspruch

00:19:53: um

00:19:54: irgendwie weiterzukommen.

00:19:56: Und ich erinnere mich wie das ja glaube ich an allen Schulen und Institutionen und Einrichtungen ist gibt es hier ein sehr komplexes Geflecht immer von... Es gab damals diesen Raum zu einem Projektraum wo dann die Künstler sich selber ausstellten und da ging's ganz stark.

00:20:15: wie das immer so ist in so Mikrokosmen Glauben alle sie sind quasi eigentlich mittelpunkt der welt was ja auch sind nämlich ihre eigenen welt in der quasi kleine karrieren anfangen zu wachsen

00:20:28: klicken.

00:20:29: und ich gründete damals dieses lola montes mit weißte diesen projektraum.

00:20:33: Und ich erinnere mich dass Ich fing so an mich zu orientieren okay wer zieht hier welche fede in welchem bereich?

00:20:40: und du warst total dich haben nur soziale beziehungen interessiert die nicht getrieben sind von strategie sondern Und das fand ich auch immer so interessant an deiner Kunst.

00:20:54: Die bringt grundsätzlich Menschen zusammen, verbindet und bricht quasi irgendwie gewissermaßen Regeln.

00:21:03: also du hattest dann im Frankfurter Kunstverein Museumsbänke installiert die standen einfach wie normale Bänke im Museum auf die man sich sitzt wenn man ein Bild betrachten will und soweit man sich drauf setzt fahren sie durch den Raum Und das Interessante ist, was da passiert.

00:21:23: Weil das bricht eben diese, weiß ich nicht, statische auch ein bisschen staubige Museumsatmosphäre auf und ich finde dass das etwas ist, das sich durchgehend... Also irgendwie ist da deine Kunst auch ähnlich deiner Persönlichkeit?

00:21:40: Ja, das spiegelste mir mehr und mehr würde ich auch sagen.

00:21:43: Das ist ja so, dass man sich als Künstler entwickelt und das ist klar, das kommt ja alles von innen.

00:21:48: Was eigentlich von mir und ich glaube von jeder Kündlerin, dass sie sich ausdruckt.

00:21:54: Klar die letzte paar Jahre hat es passiert, dass ich mich sehr beschäftigt habe mit wem bin ich eigentlich selbst?

00:21:59: Und wo will ich hin in mein Leben?

00:22:03: Das ist klar.

00:22:04: nunmehr, wenn Sie sich reingucken deswegen auch so viel spiegel!

00:22:08: Als das Spiegel geknittert ist, spiegelt er sich drehen, spiegelt es auf den Kopf oder nach links und rechts.

00:22:13: Das einfach wie immer wieder, sich selbst in die Spiege zu gucken unter die linke Winkel und sehen wie bin ich eigentlich da drin oder in diese schwarzen Ecke?

00:22:21: Und dann plüselt man sich mehr selbst verstehen kann man sich auch viel präziser ausdrucken.

00:22:27: Und ich finde auch, dass nicht das sich zurückgucken auf meine Arbeiten seit zwanzig Jahren oder mehr.

00:22:33: Das sind alles super wichtige.

00:22:34: Jede Arbeit hat mich weitergebracht in meinen Dialog mit mir selbst und auch mit den

00:22:38: Betrachtern.".

00:22:44: Olafur Eliasson ist ein dänischer Künstler isländischer Herkunft – und beschäftigt sich in seiner Kunst vornehmlich mit physikalischen Phänomenen in der Natur

00:22:54: bzw.,

00:22:54: was wir als Natur bezeichnen.

00:22:57: Er lädt die Besucherinnen ein, mit seinen Kunstwerken zu interagieren und die Beziehung zur Natur nachzuspüren.

00:23:03: Beispielsweise für Green River färbte Eliasson das Wasser von Flüssen an verschiedenen Orten der Welt mit einem ungiftigen Farbstoff ein.

00:23:11: Die Reaktionen der vorher nicht informierten Öffentlichkeit wurden dabei Teil des Kunstwerks.

00:23:21: Dann war es so damals wir hatten eben diese Kugel, die unser erster großer Erfolg war.

00:23:25: dann kurz drauf Und das fand ich immer sehr toll, weil da hast du immer gesagt wir wurden zur Venedigbinale eingeladen.

00:23:31: Natürlich bist Du eingeladen worden mit einem Brunnen, mit einem runden Wasserbrunnen der interaktiv funktioniert und zwar wenn man sich dem näher hat geht eine Wasserwand runter und man kann den Brunnanbetreten ohne nass zu werden und hinter einem gibt die Wasserwand wieder hoch.

00:23:47: also quasi eigentlich ne Form von Erfindung wo man sich selber mit diesem Element Wasser erlebt ein Zuspruch findet von Leuten, die natürlich gar nicht darüber nachdenken ob das jetzt Kunst ist oder nicht.

00:24:02: Sondern einfach dieses Erlebnis einfach wahrnehmen und der stand dann als sozusagen fast willkommen.

00:24:11: Skulptur in Venedig was ja die wichtigste Kunstausstellung überhaupt und so früh daran teilnehmen zu können war für uns also für dich und damit auch für mich der Hammer weil dann ging es sozusagen richtig los.

00:24:25: ich weiß nicht in wie vielen Ländern gleichzeitig in einem Jahr warst.

00:24:29: Aber irgendwann ging's nicht mehr und du hattest ein ... Ja, Burnout aber zu dem wart ihr schon in dem Moment als quasi diese was war es eine Panikattack hat.

00:24:37: das war dir klar dass irgendwie da jetzt weiß ich nicht irgendwas passiert ist?

00:24:44: Ne wie überhaupt mal?

00:24:44: hauptlich klar.

00:24:45: also das war das war auch ein Flugzeug vom Berliner Kumbhagen.

00:24:48: Da hab' ich zwei Jahre in Kumbhan gewohnt mit meiner Familie und meinen zweiten Tochter bekommen.

00:24:52: damals.

00:24:53: Nee das war überhaupt nicht klar.

00:24:54: Ich habe noch nie in meinem Fümmern.

00:24:56: Damals war ich thirty-fünf.

00:24:56: Das ist jetzt zehn Jahre hier.

00:24:59: Damals habe ich noch nie daran gedacht, wie mein Körper und mein Geist, glaube ich, um ein Seele war.

00:25:03: Und plötzlich habe ich einfach meinen Kontakt zu meinem Körper verloren.

00:25:06: also ich hab meine Hinde angeguckt.

00:25:08: Ich habe einige in mich meinen Körper gespürt auch nicht, wann das bewegt hat.

00:25:11: Und diese Kontrollverlust da passiert ist, hat mir so eine Angst, weil klar verliere ich auch die Kontrolle über mich selbst und meinen Gedanken.

00:25:22: Klar, eine Angst zum Sterben am Ende.

00:25:24: Aber das war ein Panic-Attack in den Flugzeug und das war klar für mich so... Da war auch früher was kleineres, was ihn nicht wahrgenommen hat.

00:25:33: Das war dann deutlich.

00:25:34: Jetzt fahre ich zurück im Ende Dezember, weil ich zu Hause im Urlaub... Und ich schieße da in den Flugsitzen und sage jetzt gehts zu Hause zum Urlaub!

00:25:44: Dann sagt die Körper Ah ja, jetzt Herr Hein.

00:25:46: Jetzt können wir endlich rauskommen mit was wir eigentlich erzählen

00:25:48: wollen.".

00:25:50: Und dann kam und das war der Neu-Anfang auf mein Leben würde ich sagen.

00:25:55: Das hat an viele Jahren gedauern.

00:25:57: Also das war so dass ich mehrere Pendingerzeuge bekommen habe und dann sofort reagiert mit Zykologen

00:26:03: usw.,

00:26:05: diese F-Zygolo hat nicht richtig geholfen.

00:26:06: da war ich so bei so einem... ...Vierundseinsdecembar zwölf Uhr, dreiaus neun ... mit meiner Frau bei unseren Nachbarn, was es ein impositives Nonne ist.

00:26:15: Aber auch einer von dem da am meisten über Stress in Gesellschaft und in uns geschrieben hat.

00:26:21: Und sie haben mir einen sehr schönen Kommentar gegeben über eine meiner Springbrünne... Was es klar... In einem Spezialerlebnis das sie drin hatte.

00:26:30: In so einem Wasserraum, was wir gerade haben.

00:26:32: Und danach hat sie gesagt ihr werdet aber wie du jetzt gerade mir erzählt oder sitzt kann ich merken dass du musst einfach komplett die raus nehmen von alles was Du machst in deinem Leben.

00:26:43: Da bin ich einfach zusammengesunken und das war genau das auch, weil meine Frau und meine Mutter und ganz viele Freundinnen gesagt haben jetzt geht es ein bisschen so schnell hier, habe ich es gar nicht wahrgenommen.

00:26:54: Und plötzlich sagt jemand von außen eine ganz fremde und sagt und das ist genau was sie bräuchten.

00:27:00: Dann habe ich mich zurückgezogen ein paar Wochen.

00:27:03: Ich war zwei Wochen in der Naturtherapie eigentlich zu richtig spüren wie krank ich eigentlich war und wie overload ist so wie ein hard drive.

00:27:11: Also der Hard Drive wie unser Computer, weil das komplett voll kann man gar nicht wieder neu starten.

00:27:16: Das muss einfach runtergeladen als einfach langsam was raus

00:27:21: deformiert.

00:27:23: Und so ist es ja auch in unseren Gehirn.

00:27:25: wenn das ist so heftig überbeladen auch körperlich dann braucht einfach viel Zeit.

00:27:31: Ich habe meine Studiummitarbeiter oder mein Studie-Chef angerufen und gesagt, ich bin sehr krank.

00:27:39: Ich weiß nicht wann die wieder zurückkommen und lass uns in drei Tage wieder einmal ein Update machen und dann weiß ich nicht wann sie wieder zurück kommen.

00:27:47: Und da habe ich einen Update gemacht.

00:27:48: Diese Nacht war auch eine der schlimmsten danach für mich weil das war einfach alles abzugeben eigentlich und diese totale... Das war auch so mit viel Kontrolle dass sie damals hatte Kontrolle für alle Projekte, wie war oder waren sie viel los?

00:28:02: Ja ich kann mich auch erinnern dass du dir das ist dir ganz ganz schwer gefallen ist Sachen nicht zu machen.

00:28:08: Und und wir hatten ja vor also im Vorfeld hat ich erinnere ich mich an einen Roadtrip den wir gemacht haben.

00:28:14: Das fing in Vancouver an und dann haben wir ins Seattle Bill Gates Vater getroffen und Wir hatten glaube ich eine Ausstattungstournee Ich weiß nicht das waren back to Back ... fünf Eröffnungen in, äh, es war so ein bisschen wie so... Rockstar DJ-mäßig der quasi an einem Abend in zwei Festivals spielt oder so.

00:28:38: Also das war ja dann alles so geplant dass man eben ich weiß nicht vier Städte angeflogen ist in einer Woche oder so.

00:28:46: und glaubst du denn?

00:28:47: Es war ja nicht nur das,

00:28:48: oder?!

00:28:49: Was sozusagen denn dazu geführt hat?

00:28:51: Ja, ich glaube das war viele Sachen.

00:28:53: Aber eines warum fangst du da an so viel zu arbeiten und Flüchten?

00:28:57: und eine weil es der Besuche von Liebe und Anerkennung in der Haus außerhalb mich selbst was ist sehr einfach bekommt weil man draußen ist dass er sehr leer wenn man so haus auf Hotel sitzen dann hast du gar nichts auch wenn alle Leute die angeklatscht haben.

00:29:10: aber Das war Auto zu tun mit mit meiner Beziehung zu Hause meine Frau Kinder und alle seine Familie.

00:29:18: Struktur ändert sich einfach, weil man Kinder bekommen.

00:29:22: So das war ganz viel... Das war in Zusammenhang mit viel.

00:29:25: Es war nicht nur, weil ich viel gearbeitet habe.

00:29:27: Das war mehr so eine Flucht zu arbeiten, weil einige vielleicht Zuhause bei mir viele Sachen nicht geklärt waren.

00:29:34: Was ich aber total interessant fand!

00:29:36: Weil dann haben ja Stefan und ich die Geschäfte übernommen du warst komplett raus

00:29:43: Mehr als ein Jahr.

00:29:44: Es

00:29:44: gab natürlich keine neue Kunstproduktion, viele Sachen sind ja Editionen und dann haben wir eben immer überlegt okay welche Sachen kann man jetzt einfach ohne dich entscheiden?

00:29:54: also wenn es eine Skulptur gibt?

00:29:56: Dann gibts Ausstrahungsanfrage und wir denken das macht Sinn, dann haben die da hinaus geliehen und haben sozusagen weitestgehend versucht mit dem Bestand was da war weiter zu arbeiten und das hat auch irgendwie ganz gut funktioniert.

00:30:11: und dann als du wieder quasi zurückkamst Hast du ja gesagt, du machst nur noch die Sachen.

00:30:19: Die sich jetzt richtig gut für dich anfühlen und keine mehr wurde das Gefühl dass die muss man machen.

00:30:25: weil es ist ja oft so oft denkt man okay das mache ich jetzt aber nicht.

00:30:29: Und dann ist es aber ein Kurator, der hat einen damals irgendwo einen eingeladen und dann fühlt man sich verpflichtet.

00:30:33: Dann macht man doch mit obwohl man nicht will und dann drängen die uns sagen aber komm doch ich wollte überhaupt nicht mitmachen jetzt mache ich doch mit aus alter Verbundenheit und Schuld oder Dankbarkeit und dann muss ich da auch noch hinfahren und so weiter und sofort.

00:30:47: und du hast gesagt Du machst nur noch Sachen... ...die du machen willst!

00:30:54: Ich dachte natürlich auch so... dir nicht gesagt, aber ich habe irgendwie gedacht okay hoffentlich geht es klar weil so funktioniert natürlich der Betrieb eigentlich nicht und ich fand's total also weil das war ja eine Künstlerkarriere und auch so eine Teilnahme am Kunstmarkt die geht ja nicht linear.

00:31:16: Bei uns ging's ja irgendwie steil nach oben Aber das bleibt ja nie so.

00:31:20: Es ist immer irgendwann ... stellt sich eine Normalität an und dann geht es auch noch mal ein bisschen da unten.

00:31:25: Und da muss man irgendwie gucken, über kontinuierliche Arbeit... ...und Konsistenz und so muss man irgendwann am Ball bleiben,... ...und hin und wieder eben auch ein bisschen strategisch agieren, was ja natürlich mehr meine Rolle ist.

00:31:36: Dann dachte ich oh je!

00:31:37: Ob das jetzt so klappt?

00:31:39: Und es hat ja total super geklappt.

00:31:41: Also es war ja dann glaube ich eigentlich ne sehr gute Entscheidung einfach die Sachen zu machen, die sich für dich richtig anfühlen.

00:31:48: und hattest du denn da Trotz dem Zweifel, ob das jetzt quasi der richtige Weg ist.

00:31:54: Also in der Zeit wo ich mich zurückgezogen hatte und war da klar jeden Tag die Frage soll ich so weitermachen oder soll ich anders machen?

00:32:03: Oder soll ich überhaupt Kunst machen?

00:32:05: Weil warum bin ich so krank geworden?

00:32:07: Und das klar am Anfang war ja nicht so reflektiert weil es war einfach neu für mich.

00:32:10: Ich glaube dass war der Kunster hat mir krank gemacht.

00:32:14: Das weiß ich überhaupt nicht.

00:32:16: Das war, wie ich die Sachen gemacht habe.

00:32:19: Aber das hat mich sehr inspiriert und ich glaube es war einer der wichtigsten Erlebnisse in meinem Leben.

00:32:26: klar nach meinen vier Kindern was ist wahrscheinlich der beste Spiegel für jeder Leben ist?

00:32:33: Für uns selbst zu entwickeln.

00:32:34: aber das haben mir so viel Inspirationen und aber auch Selbstvertrauen gegeben einfach noch ... über Verlässlichkeit zu zeigen.

00:32:45: Also einfach auch, als Mann... ... zu zeigen, dass man auf... heißt es Verläslichkeit?

00:32:50: Also verlässlich zu zeigen also schwach

00:32:53: oder auch... Ach, Verläßlichkeit!

00:32:54: Ja, Veräßlichkeit.

00:32:55: Also das mal einfach sich schwach zeigen und dann sagen wir, das tut auch weh oder ich kann heute nicht.

00:33:00: Weil so habe ich seit die ersten fünf und dreifach mal eben nicht gemacht.

00:33:04: Da hab' ich einfach alles durchgeprügelt was man könnte Und das hat mir viel gelernt, um mehr man sich seine Gefühle zeigen und auch sie schwachzeigen.

00:33:17: Dann wird meine Sache langsam stärker!

00:33:19: Und findest du deine Kunst ist eine andere geworden?

00:33:22: Nein ich finde meine Kunst nicht direkt aber die Hintergrund.

00:33:26: Also ich habe plötzlich so ein anderes Verständnis über meine Sachen... Ich arbeite mir sehr speuzelle Wege jetzt.

00:33:36: Man muss ja nicht das Wissen und man musste auch nicht das reinbringen, aber das ist mein Leben.

00:33:41: Ich mediziere sehr viel und ich mag sehr viel Yoga und arbeite sehr viel mit mich selbst.

00:33:47: in jedem Tag in einer Situation wie ... drauf reagieren, wann die Kind sowas sagt und man frau so was sagt oder du anruft oder so.

00:33:54: Das ist irgendwie wie reagiert man auf diese Gefühlsmusik auch?

00:33:57: Also ich finde ja wirklich es geht sehr stark um Interaktivität soziale Beziehungen sich selber spüren und das ist in dein ganz frühen Arbeiten ja auch so wenn ich in den Raum reinkomme und da ist eine Kugel die anfängt zu rollen alle dachten ja die isst hinter einem selber her weil man hat automatisch stellt man irgendwie dieses sich drehende Objekt, was auf einen Zuruall wieder weg.

00:34:18: Das ist ja in Beziehung zu einem oder ich setze mich auf eine Bank die fährt mich durch den Raum Ich komme rein und die auf einmal fährt die Wand aus der anderen Wand raus.

00:34:27: also ich weiß gar nicht ob das nicht quasi vorher genauso spirituell oder?

00:34:32: Ich glaube schon.

00:34:33: Also man kann auch sehen die Früh hier die erste Lichtobjekte gemacht hat das heißt enlightenment one two three Und das wusste du gar nicht was den Leit mir bedeutet.

00:34:41: ich habe nur damals in der Werderburg gesehen das heißt ... so ein bisschen mehr das Leute ist, ein bisschen.

00:34:47: Und jetzt habe ich klar... Das sind ganz andere Meinungen!

00:34:50: Ich glaube schon dass es was aber jetzt glaube ich habe eine andere Verständnis.

00:34:56: Aber meine Arbeit sehe ich als Künstler immer noch genau das gleiche.

00:35:01: Ich glaube, dass diese Form von Kommunikation und Dialog da passiert oft mit meiner Arbeit in jeder oder zwischen Leuten oder der Raum oder der Öffentlich-Raum ist einfach da wo Leute, wie sagt man inspirieren kann.

00:35:17: Manchmal in ihr eigene Privatkomfortzone raufzutreten weil das oft bei spielerische Momente oder ein Lachen passiert auf so kleine Dialoge mit ihnen selbst und man traut sich bisschen mehr.

00:35:29: Oder man trauzt sich jemand zu lachen vielleicht dass es vielleicht dass wir normalerweise nicht im Augen gucken weil man durch einen Spiegel gucken vielleicht und dann püßlich an Augenkontakt stattfindet oder in kleinen Lagen.

00:35:40: Und ich glaube da, wir brauchen einfach viel mehr Empathie glaube ich und wie Frau Viermehr Verständnis und Liebe glaube ich in unserer Gesellschaft, in unser Welt und auch besonders jetzt gerade das hat zum Beispiel meine Arbeit in Lukwadia Flughafen dass sie letzte Woche geöffnet hat.

00:35:58: was ist einer meiner größten Commissions also Konstant-Bau ... der neue Terminal in New York, Logoirea Flughafen.

00:36:07: Und da ist einfach ... ... aufgehängt, das ist ein Wanderer durchkommen die ... ... Security Check, da hängt ein Ballon da und so ein bisschen.

00:36:15: jemand hat es verloren ... ... und man gucken hoch und denkt wow!

00:36:18: Warum hängt er's da?

00:36:19: Das ist eine Wunder.

00:36:22: Da kommen Weile rein und dann kommen diese Hauptrauben rein... ... und dann ist überall verteilt so ... Es

00:36:26: werden immer mehr.

00:36:27: Immer mehr, ja!

00:36:28: Und das ist einfach ohne sie wie Farben.

00:36:30: und das ist so eine Hoffnung, so ein Lachen, so einen Smile aber auch so eine... Wo geht's das Leben hin?

00:36:39: Wo fliege ich jetzt hin in mein Leben?

00:36:43: Ist ja auch interessant weil es ist natürlich also die sind man assoziiert ja Luft damit auch wenn natürlich auf geblasener Ballon nicht fliegt und unter der Decke hängt.

00:36:53: Aber das schließt das an.

00:36:56: Du hast ja seit Christo ein großes Landart-Projekt oder eine soziale Skulptur, ein soziales Bild im Central Park in New York geschaffen.

00:37:07: Du hast eine Leinwand aufgebaut die war, weiß ich wie lange hundert?

00:37:12: Dreihundertfünfzig Meter

00:37:13: und hast mit den New Yorkerln und während des Weltklimagipfels einen riesen Gemälde gemacht von Atemstreifen.

00:37:25: das hieß

00:37:30: Das war ein Projekt, das hat ja angefangen genau zehn Jahre hier, weil ich, wo wir jetzt gerade über meinen Neuleben meine ausgebrannte Zeit oder Burnout da war einfach angefangen wieder inzukehren und hat aquarell angefangen zu malen wieder.

00:37:42: Und ich habe diese kleine Striebe ganz viel geschrieben Wie mir geht, auch so lustige Sachen.

00:37:48: Aber auch so ein bisschen so Ironie über meine eigene Prozess und mein eigenes Zustand gerade.

00:37:54: Und dann habe ich diese kleine Striche gemacht mit einem Einatmen.

00:37:57: Habe einen Strich gemacht auf die Papier und einen Aussaat mit einem Penzel.

00:38:03: Das ist dann weiterentwickelt und irgendwann habe ich in der Kunstmuseum Wolfsburg auf die Wände so große blaues Treifen gemacht, das war dann nur die Ausatmen.

00:38:12: Weil wir atmen die Welt ein und was wir ausatmen, gibt wie die Welt etwas.

00:38:16: Und dann habe ich dann das weitergeführt.

00:38:18: und dann bin ich eingeladen vom UN in der Hauptgebäude während der Klimagipfel, also letztes Jahr im So eine kleine Welle aufzustellen.

00:38:30: Das heißt, dann kam die Politiker und die junge Klimaaktivisten und alle möglichen kamen da rein.

00:38:35: Und da haben wir dich gefragt würde ihr so wie ein Statement zu verbinden?

00:38:38: weil wir haben unterschiedliche Leben Wir leben alle unter sich der Länge Aber ein haben wir alles ins Gemeinsam.

00:38:44: Das ist unser Atmen!

00:38:45: Wir atmen einfach alle die gleichen Luft, egal wo in der Welt und Tieren und Natur.

00:38:50: Alles hängt zusammen mit dieser Luftwirtzeit.

00:38:52: Und das zeigt man einfach... kann man auch zeigen mit diesem Atmen ein und dann macht man eine Strich so lange dass man ausatmet.

00:38:59: und diese Leinwand.

00:39:01: Und dann haben wir unterschiedliche junge Klimaaktivisten, wir haben Leute von Indianerfamilien, wo man so unter nie draußen in der Stadt war.

00:39:08: Wir haben Michael Blumberg vom New York, wir hatten Präsidenten, Politiker usw.

00:39:14: und die hat alle irgendwie diese Leinenwend gemacht.

00:39:16: Dann haben wir drei Tage später in Central Park diese dreihundert Meter fünf oder sechs Riesenwellen zusammen mit Metropolitan Museum of Monat und ihrer Ausbildungseducation-Programm.

00:39:29: Da haben wir einfach tausend von Leuten eingeladen, drei Tage ihre Atmen zu zeigen.

00:39:37: Und da stehen wir damit in unterschiedliche Teams und da kamen glaube ich neunhundert Kinder.

00:39:42: Und die waren Kinder von den lokalen Schulen.

00:39:47: Zwei Drittel der Schulen war noch nie in Central Park.

00:39:53: Kinder damit unterselige Hintergrund hatte.

00:39:57: Und das war klar ein Traum.

00:39:58: und wir haben anfangen mit jede Klasse kurz mal zu reden, da haben wir geschrieben, wir haben so eine Yoga-Übung gemacht wo man seine Gesichtseine Kopf zu zusammen ziehen wie so eine beißen sauer Zitrone.

00:40:11: Und dann freut man raus mit seine Zunge, das haben wir erst mal dreimal gemacht beim Jede Kind Juli.

00:40:16: Da hat die gemalt und danach haben wir gespielt.

00:40:19: oder Jonas hat ja Jonas Henson von mir ein Musiker hat ein Lied gemalt heißt Breathe With Me.

00:40:24: Das sind auch aufs Bollywood und so weiter.

00:40:27: und da kann man hören und da hat die Kinder einfach mitgesogen.

00:40:29: und danach habe ich über Angst gerätet weil das ist ja Wann wir reden über Atmen, dann ist es ja so dass das atmen kann man.

00:40:39: Wir kennen alle was Angst ist in unser Leben und die Kinder habe ich im Augen von den Kindern gesehen, die weiß genau was Angst isst.

00:40:45: Und da hab' ich probiert mit meiner Situation.

00:40:48: Was mache ich wenn sie Angst haben?

00:40:50: Also ich atme einfach und werde sehr konzentriert über mein Atmender durchfährt zu meinem Bau noch raus und habe eine Aufzugsübungatmen üben.

00:40:59: Das habe ich weitergeleitet.

00:41:02: Vielleicht hat jemand da Inspiration gefunden, dass die das machen und man die Ängste in ihr Leben finden.

00:41:08: Aber es war klar für mich eine Sonne.

00:41:12: Das war September.

00:41:14: Und das war einfach alle da!

00:41:16: Alle waren da von Politiker zu Künstlern, zu fantastischen Energien in New York.

00:41:22: Das ist ein super Wetter.

00:41:24: Dann standen wir draußen drei Tage und hatten tausend Leute.

00:41:29: Connected eigentlich.

00:41:30: Und diese Unterseite, die Feedback zu haben von Leuten einfach fang an zu weinen oder ihr Liebensgesicht erzählen weil ihr Probleme mit Herz und Lungen haben oder das war einfach eine große Prozess.

00:41:43: Da haben wir mit dem Projekt da anfangen... gleichzeitig ein Education-Programm entwickelt und das kann man dann amsonst bei www.briefandmeet.world runterladen, da gibt es alle Informationen und da kann man einfach auch unterschiedliche Schulen, weil man Lust hat als Lehrer oder als Ausbildungszentrum, einfach die Sachen nehmen mit ihrer Klassen oder zu Hause.

00:42:05: Was ich daran interessant finde ist dass man eben... Das ist ja wie so eine Bewusstseinsübung in die man kommt ohne dass man damit gerechnet hat, dass es eine ist.

00:42:12: also und eben dass die selbst Wahrnehmung dann doch verändert, weil man gibt so ein bisschen Controller ab und ich merke dann bei mir selber immer dass ich sofort so Widerstände hab.

00:42:25: Weil mal weil ich dann eher so der Typ in der versucht dann das selber zu steuern und nicht quasi da Kontrolle zu verlieren, weil das tut man ja so ein bissel

00:42:35: Ja, man kommt ja püßlich.

00:42:35: Das ist warum macht man auch immer... Also das Beste wäre, dass man zehn oder zwanzig Striche machen soll man so Haus machen auf seine Papier aber in der Park oder wenn wir das öffentlich offene machen da macht die vier Striche.

00:42:45: Die erste ist immer so eine nervöse Strich und dann weiß man nicht richtig was es ist Und der zweite kommt und dann kommen erst mal die letzte zwei.

00:42:51: Wenn es immer so ruhig wird, dann werden die zwei Ersten länger.

00:42:56: Das ist klar.

00:42:58: für manche Leute nur eine Pinsel zu nehmen und in Farbe zu tippen ist eine Riesenrausforderung.

00:43:06: Plötzlich nochmal so in solchen Situationen auch, weil viele Leute das die angucken und das macht.

00:43:10: Und das ist einfach diese Sachen.

00:43:12: Das worum habe ich ja auch in der Krisezeit jetzt die letzte drei vier Monate, da hab' ich immer wieder... Was kann ich zu Hause machen?

00:43:18: Dann hab' auf meinem Instagram jede Mittwoch am sieben eine Live-Session wo Leute sich einlocken können.

00:43:25: Ich glaube wir haben auch, wie war du zusammen da?

00:43:28: Du war dabei!

00:43:29: Aber dann kann man einfach leidig eigentlich einen kleinen Workshop wie die Leute mit erstmal auf Papier atmen und dann mache ich das in mein Zimmer.

00:43:37: Ich habe meine Arbeitszimmer zu Hause, da bin ich jetzt erst über der halbe Wende durch.

00:43:43: Da male ich einfach auch die Wände an.

00:43:45: Das war einfach zu zeigen wie man so eine Connecting-Arbeit zusammenhängt.

00:43:53: Wenn du jetzt überlegen würdest einem jungen Künstlerin was ist sozusagen oder überhaupt was würdest du jungen Menschen raten?

00:44:03: Also ja, junge Menschen oder jungen Künstler.

00:44:06: Ich würde sagen ich habe von Dan Graham, da haben wir uns kennengelernt damals und dann hab' ich gefragt was soll man machen?

00:44:12: Er ist ein junger Künstlern der sehr viel will.

00:44:16: Und er hat gesagt damals find ganz viele Freunde, also man arbeitet zusammen mit ganz vielen weil wenn ihr ... when you get competitors ,you lose them all.

00:44:26: Das heißt wann ihr Konkurrenten werden verlierst du alle Freunde.

00:44:30: Und ich glaube, das ist umgekehrt.

00:44:32: Das war eine Zeit, so erst seht ihr es.

00:44:34: Ich glaube als junger Künstler würde ich auch... ...ich würde mich nicht sofort festlegen auf eine Medien.

00:44:41: Ich sehe das ein riesiges Geschenk, dass sich in ganz viel unterschiedliche Materialemedien bewegen und mich ausdrucken kann.

00:44:50: Und dann klar auch probieren mit Freunden, Kollegen einfach zusammenzuarbeiten.

00:44:55: Weil da entsteht einfach so... Angriffspunkte wo man sich selbst entwickeln.

00:45:01: Ich habe ja einen kleinen Ausstellungsraum früher gemacht, heißt OZO und hat ganz viele kruizierte Ausstellungen und ich hab hier auch danach ganz viel kruiziert und viel Ausstellung kruizziert.

00:45:12: in Circus Heinen habe ich gemacht mit drei bis vier Sekunden usw.

00:45:16: Einfach das was mir gut findet diese Dialoge!

00:45:19: Ich lerne soviel mit jemand anderem zu arbeiten ... wann wie angefangen hat, weil genau so.

00:45:25: Wir lernen so viel voneinander und wie denkst du ob wir meine Kunst... ...und wenn ich denke über wann du was Business machen oder... ...jetzt zeigen?

00:45:32: Ja!

00:45:48: Was mich an Jeppe besonders inspiriert ist der Mut zum Selbstvertrauen und

00:45:55: die

00:45:56: eigene Gewissheit dass aus dem Inneren heraus man die richtigen Entscheidungen trifft und auch sich quasi auf die Intuition verlassen darf Und das ist etwas, was mir auch hilft wenn ich daran denke wie mutig da Jeppe rangeht und trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Erfahrung sich darauf verlässt dass er im Grunde schon den richtigen Weg gehen

00:46:28: wird.

Über diesen Podcast

In “Was mit Kunst” lichtet Johann König den Schleier der exklusiven Kunstwelt, indem er Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstsammler*innen interviewt. Die Gäste sprechen über ihren Werdegang, ihre Werke und reflektieren über die Entscheidungen, die sie in ihrer Karriere getroffen haben, wie sie Hindernisse überwunden und sich von Zuschreibungen freigemacht haben. Ein einmaliger Zugang zu prägenden Akteur*innen der Kunstszene.

Folgt Johann König auf seinen Social-Media-Kanälen:
Instagram: https://www.instagram.com/johann.koenig/
Facebook: https://www.facebook.com/johannkoenigberlin/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/johann-k%C3%B6nig-39b895128/
X: https://x.com/johannkoenig

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen für neue Folgen wendet euch gerne via Mail an: info@koeniggalerie.com

Coverbild: © Lukas Gansterer

von und mit Podimo Podcast App

Abonnieren

Follow us