Was mit Kunst - Ein Podcast von und mit Johann König | Podimo

Was mit Kunst - Ein Podcast von und mit Johann König | Podimo

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00:00:01: Heute hören wir aus aktuellem Anlass eine Folge aus dem Archiv mit Annabel Seldorf, nachdem sie die Frick Collection in New York eröffnet hat und den Louvre-Wettbewerb gewonnen hat.

00:00:11: Also jetzt anfängt am Louvre zu arbeiten, hat sie gerade in Doha den Pavillon von Gerhard Richter eröffnete.

00:00:18: also es könnte kaum aktueller sein, Annabelle Seldorff zu hören wie sie darüber spricht, wie man mit Kunst und Raum und Architektur umgeht.

00:00:27: da ja hier in die damalige Folge von Anna-Werseldorf, was mit Kunst.

00:00:35: Wir erarbeiten uns die Architektur indem wir uns damit beschäftigen wie Leute sich im Raum bewegen und wie Zusammenhänge zustande kommen die nicht aufgrund einer Formel entstehen sondern aufgrund der Komplexität der Umstände.

00:01:08: Was mit Kunst?

00:01:09: Ein Podcast von und mit Johann König.

00:01:19: Heute zu Gast, Annabelle Seldov.

00:01:22: Annabell ist eine deutsche Architektin die seit vielen Jahren in New York lebt und zu den wichtigsten Architekten der Gegenwart zählt.

00:01:28: Sie ist bekannt für ihre feine Handschrift- und zurückhaltende Architekatur, die es obwohl sie zurückhalten ist trotzdem zur Welt rumgebracht hat.

00:01:39: Wie man beides miteinander verknüpft hören wir von ihr jetzt im podcast.

00:01:54: Annabelle, du bist wie ich auch ursprünglich Kölnerin und arbeitest und lebst jetzt schon mehrere Jahrzehnte in New York.

00:02:04: Wie ist es dazu gekommen?

00:02:05: Wie bist Du nach New York gekommen?

00:02:10: Bist Du die lange oder die kurze?

00:02:16: Ganz ehrlich gesagt war so dass Ich In meinem Abiturdurchschnitt nicht TU in Deutschland angenommen wurde.

00:02:31: Und dann habe ich mich kurzerhand in New York beworben und ohne Hoffnung darauf angenommen zu werden, kam plötzlich die Benachrichtigung dass sie mich dann doch bei Pratt Institute nehmen würden.

00:02:49: und hastig habe ich mein Koffer gepackt.

00:02:53: Ich bin von Hinnen nach Dannen.

00:02:59: Und hab gedacht, eigentlich bin ich wahrscheinlich nur ein oder zwei Jahre in New York und als es dann soweit war und mir einen Studienplatz in Deutschland angeboten wurde, war die Vorstellung aus New York weg zu gehen schlechterdings unmöglich.

00:03:22: Weil du dich schon so gewohnt hattest?

00:03:23: Ja ist eigentlich nicht... gewöhnen, sondern es ist eher, dass mir das gepasst hat in New York zu sein.

00:03:35: Weil wenn ich jetzt gesagt hätte, dass ich mich da wohl gefühlt hätte dann wäre das nicht ganz richtig gewesen.

00:03:46: aber ich konnte mich in new york zurechtfinden.

00:03:48: Ich hatte das Gefühl, dass sich da klar kommen würde und freier fühlen konnte, als das für mich in Deutschland der Fall war.

00:04:04: War es für dich immer klar den Weg der Innenarchitektur und Architekturt zu gehen aufgrund einer Eltern?

00:04:14: Mein Vater hat mir stark zugeraten nicht innen Architektor zu studieren was ich angenommen habe Und dafür bin ich ihm nach wie vor dankbar.

00:04:27: aber Ich wusste eigentlich nicht so recht, was ich machen wollte.

00:04:31: Als ich dann einmal angefangen habe Architektur zu studieren wurde es mir klar dass das mein Weg sein würde und dass der sehr anders war als der Weg meiner Eltern weil ich eben hier studiert habe und mich hier mit Architektorgeschichte auseinandergesetzt habe Ja, so meinen eigenen Weg geebnet habe.

00:05:02: Und wie dir das wahrscheinlich auch gehen wird, wirst du dir in zunehmendem Alter klar, wie sehr die Quelle deines Elternhauses dich beeinflusst und eigentlich immer Teil deiner Selbstsein wird?

00:05:27: Würdest du sagen, das war auch ein Glücksfall?

00:05:29: Dass quasi diese beiden Prägungen dann zusammen kamen.

00:05:33: Also das Elternhaus und vielleicht eine Form von deutscher Architekturgeschichte und dann aber die... Es ist ja auch interessant dass wenn man jetzt irgendwie an Chicago oder an Hermodian oder auch Mies van der Rohe also es gibt ja eine ganze Reihe positiv oder auch durch Flucht geprägten europäischen deutschen Architekten in Amerika.

00:06:02: Und ich nehme an, du, dort ging es vor allem um nordamerikanische zentrische Architekturgeschichte mit der man da als Studentin konfrontiert war?

00:06:10: Absolut!

00:06:10: Ja ja klar.

00:06:13: Ich denke dass das für mich in vieler Hinsicht nicht nur im Hinblick auf die Architektor sehr positiv war, dass ich hier sein konnte und in New York sein konnte.

00:06:27: Ich wollte nicht in Boston oder Chicago oder aus der Teufel in D.C.

00:06:34: sein, sondern ich wollte sehr bewusst in New-York sein.

00:06:38: Und ... New York hat einfach so eine Faszination, die man schwer beschreiben kann.

00:06:46: Denk ich es ist so, die Energies waren für mich natürlich auch sehr viel.

00:06:50: das ... Bekannte Freunde aus Deutschland, Künstler, Kunsthändler in New York waren und das so quasi meine Umgebung ist.

00:07:07: Beschreib mal ein bisschen wie es ist.

00:07:09: du hast dann dort studiert und dein erster Auftrag und wahrscheinlich vielleicht auch deshalb prägend war wenn ich das richtig recherchiert habe die neue Galerie New York?

00:07:22: Da zu dem Zeitpunkt hatte ich mein Büro schon vielleicht fast zehn Jahre.

00:07:28: Ich habe meinen Büro sehr früh angefangen, ursprünglich habe ich in einer Firma gearbeitet die hieß Stell Gluckman, Richard Gluckmann und Fred Stell, für die Dia Art Foundation für Heiner Friedrich einige der New Yorker Kunstinstallationen gebaut und hergerichtet haben.

00:07:55: Und über Heiner Friedrich, den ich aus Köln kannte, bin ich an deren Büro gekommen.

00:08:02: Da habe ich lange während des Studiums gearbeitet.

00:08:07: Das war in gewisser Weise so eine glückliche Fügung, dass das möglich war.

00:08:16: Dann habe ich meinen Master gemacht.

00:08:23: Italien getan, dann habe ich für ein Jahr in Florenz gelebt.

00:08:26: Denn als ich zurückkam wollte ich nicht mehr für andere arbeiten und hat mich so durchgeschlagen das eine oder andere kleine Projekt zu machen bis eines Tages Ich wirklich durch gewaltigen Zufall Für Michael Werner eine Galerie In der sieben sechzigsten Straße gebaut hab Und damals war ich alleine in meinem Büro, was man wirklich nur kaum ein Büro nennen kann.

00:09:00: Und aber diese erste Galerie die sehr klein, aber sehr dezidiert und sehr schön war kam vielleicht die Verbindung an die Kunstwelt.

00:09:17: Die existierte schon vorher durch andere bekannte.

00:09:22: Aber dadurch kam so eine Art von Rufzustande und ein Projekt nach dem anderen, dann irgendwann habe ich die Galerie für David Zierner gemacht, dessen erste Galerie als er sich selbstständig gemacht hat.

00:09:35: Und Lofts für Künstler und dieses und jenes.

00:09:42: und eines Tages kam dann eben diese Einladung die neue Galerie-Museum für österreichische und deutsche Kunst an der sechsten, achtzigsten Straße und fürs Avenue zu machen.

00:10:03: Richard Gluckman ist ein nineteenhundertundvierzig geborener US-amerikanischer Architekt.

00:10:09: Er hat weltweit verschiedene Großprojekte geplant und geleitet.

00:10:13: Besonders spezialisiert hatte sich auf Museumsbauten.

00:10:16: Hervorzuheben sind das Smithsonian Design Museum Philadelphia Museum of Art oder das Museo Picasso im spanischen Malaga sowie das Mori Art Museum in Tokio.

00:10:28: Häufig baute Glackmann ehemalige Industriebauten in Ausstellungsräume um.

00:10:32: Seine Bauten wurden unter anderem für ihre leisen Rahmen, Silent Trames gelobt – die genau die richtige Atmosphäre für die dort ausgestellte Kunststoffe.

00:10:49: In der Begründung hieß es, er sei ein Meister von Proportion, Textur und Licht.

00:10:54: Und würde genau um die Stärken von Design

00:10:56: wissen.".

00:11:15: Und eine Zeit lang, glaube ich die Umbauten für die Hälfte aller Chelsea-Gallerien verantwortet.

00:11:30: Ja das waren damals Soho-Galerien.

00:11:34: Chelsea kam erst viel später und ich glaube eigentlich dass er in Chelsea gar nicht so sicherlich die eine oder andere Galerie gemacht hat.

00:11:44: stimmt Ich weiß jetzt nicht was für eine Tür du meinst aber klar Richard hat dann auch mit Max Gordon gearbeitet und das war so eine ästhetische Richtung, von der ich sicherlich auch gelernt habe.

00:12:04: Ich denke mein eigener Einfluss ist vielleicht in mancher Hinsicht mehr auf die auf das klare kritische Auge von Michael Werner zurückzuführen.

00:12:19: Vielleicht nicht zwangsläufig für Architektur, aber auch für Raum und Materialität und Detail.

00:12:32: Das war eine interessante Zeit, denke ich gerne

00:12:37: dran.".

00:12:42: Michael Werner ist ein deutscher Kunsthändler – seine Karriere begann er als Gehilfe von Rudolf Springer.

00:12:48: Dieser hatte damals eine Galerie am Berliner Kurfürstendamm.

00:12:52: Ein paar Jahre später gründete er dann seine eigene Galerie zusammen mit Benjamin Katz.

00:12:57: Die Galerie Katz und Werner stellte vor allem Bilder von Georg Baselitz aus, die sie erfolgreich bekannt machten – und sogar skandalisierten.

00:13:06: Das Gemälde «Die große Nacht im Eimer», welches mit der Darstellung einer masturbierenden Figur provozierte, wurde sogar von der Staatsanwaltschaft wegen Unsinnlichkeit konfessiert.

00:13:16: Das Verfahren wurde später eingestellt, führte aber zu großer Bekanntheit des Künstlers Georg Basilitz.

00:13:23: Allerdings hatte Michael Werner mit seinen Künstlern lange keine finanziellen Erfolge.

00:13:28: Auch nachdem er mit der Galerie nach Köln umzog, hielt er an damals wenig bekannten Künstler wie Markus Lüpperts, Jörg Immendorf oder Sigmar Polke fest.

00:13:37: Erst die Kontakte zu Eliana Sonnabend in New York sowie zu seiner späteren Ehefrau Mary Boone brachten größere Erfolgen.

00:13:46: Die Art Cologne ernte ihn zehntes Jahr für seine Leistungen als Kunstvermittler.

00:13:57: Du schaffst ja vor allem Räume für Kunst und für David Zwirne hast du ein Neubau umgesetzt.

00:14:05: Hast aber auch zum Beispiel, finde ich einen großartigen glaube gar nicht so bekannten Galerieraum in Düsseldorf für Schönewald umgesetzt – auch glaube ich relativ früh ne?

00:14:16: Wie ist das Räumen für Kunst zu schaffen?

00:14:19: oder was ist worauf kommt es an?

00:14:22: Ich denke, dass man selber gerne Kunst ansehen will!

00:14:29: Und du schaffst im Prinzip Räume.

00:14:32: Ich stelle mir vor, dass ich ... Wenn ich mit dir zusammenarbeiten würde eine andere Qualität Raum schaffen würde als für ... Ich weiß nicht, Esther Schipper?

00:14:46: Warum?

00:14:48: Weil wir im Gespräch erarbeiten würden wie du Ausstellungen machst, wie du Kunst anschaust und darstellst und auch, was die Umstände des existierenden oder nicht existierendem Raumes sein sollen.

00:15:11: Es ist vielleicht klingt das wie eine ausweichende Antwort aber für mich ist es so dass wenn du Räume für Kunst schaffst, schaffest Du in Wirklichkeit Raum für Menschen möchte es zusehen, dass die Umstände so sind.

00:15:35: Dass das die besten Umständen sind um sich Objekte, Gemälde, Zeichnungen, Installationen, Filme anzuschauen und zu verarbeiten.

00:15:51: Das heißt also... Obwohl man eigentlich glauben würde, ein Museumsraum oder Galerieraum.

00:15:57: Ein zurückgenommener Raum für Kunst um die Kunst zur Geltung zu bringen ist dann doch sehr unterschiedlich je nach dem Bauherren mit dem du... Ist hier immer noch seltsam?

00:16:07: Man sagt glaube ich immer noch Bauherrn.

00:16:10: Bauherrin und Bauherran Das Genderen habt ihr im Englischen nicht das Problem?

00:16:17: Was sagt man für Bauherre im englischen?

00:16:22: Client dass das einen großen Unterschied macht, mit wem du zusammenbaust?

00:16:29: Ja für mich ist es immer so.

00:16:31: Weil ich sammle alle Umstände und der Bauherr ist natürlich ein Ausschlaggebender.

00:16:44: Das ist da wo das Rationale und das Intuitive zusammenkommen.

00:16:48: aber vieles ist rational.

00:16:52: Wie groß sind die Türen und was sind die Proportionen?

00:16:55: Und wie stelle ich mir vor, dass Leute durch den Raum gehen.

00:17:00: Ich bringe all das mit, was meine Vorstellung und meine Erfahrung angeht.

00:17:09: Aber dann kommst du dazu und sagst, ich möchte auf keinen Fall Tageslicht in meiner Galerie

00:17:16: haben.".

00:17:17: Dann würde ich wahrscheinlich sagen, Moment!

00:17:20: Tageslicht ist ... Sehr wichtig.

00:17:22: Und wir würden uns dann daran tasten, wie viel oder wie wenig Tageslicht du haben willst oder ob du in deine Galerie kommen willst und das Erste was du siehst die Ausstellung ist?

00:17:38: Oder ob das erste was du Siehst ein Vorraum ist dass du dich sozusagen vorbereiten kannst darauf in die Ausstellungen zu gehen.

00:17:50: Weißt du, was ich meine?

00:17:51: Ja.

00:17:52: Und es ist nicht dass das eine oder das andere richtig ist sondern mehr dass das ein oder andere deinem Temperament und deiner Art und Weise Ausstellungen zu machen eher entspricht und dass in dem... Dass du deine Meinungen teilst kann ich absorbieren wie sich das dann darstellt.

00:18:20: dazwischen gibt es natürlich viel anderes, es gibt irgendwelche Sachen wo ich dann sagen würde das ist einfach gar nicht möglich oder nicht gut.

00:18:31: Oder

00:18:32: Gegebenheiten die durch die Nachnutzung du hast ja viel auch im Bestand gebaut?

00:18:35: Genau

00:18:37: Aber ist natürlich richtig.

00:18:38: was soll der erste Eindruck sein?

00:18:41: Soll es eine Rezeption sein oder zum Beispiel schon der Blick in die Ausstellung?

00:18:44: oder verstehe?

00:18:46: und Ein Merkmal finde ich was immer besonders hervorsticht und ich häufiger auch schon beobachten konnte, dass es anderen so geht.

00:18:55: Das nämlich dann die Treppenhäuser gut achtet werden wie Exponate, die dann in der Galerie ausgestellt werden.

00:19:02: Das ist mir schon häufiger beim David in der galerie aufgefallenen London als auch in New York.

00:19:08: Was hat das mit den treppenhäusern auf sich?

00:19:16: Der deutsch-US-amerikanische Galerist David Zwirner ist einer der wichtigsten Personen des internationalen Kunsthandels.

00:19:23: In den letzten Jahren als Sohn des Kölner Galeristen Rudolf Zwirne in Deutschland geboren, studierte er Schlagzeug und Jazz an der New York University.

00:19:33: Später entschied sich David Zwierner dann doch wie sein Vater Kunsthändler zu werden – und eröffnete in deiner ersten Galerie im einstigen Arbeiterviertel Chelsea in New.

00:19:44: Heute gibt es allein in New York drei Dependancen der David Sverner Gallery.

00:19:49: Zwei-tausenddreizten wurde eine seiner Galerie nach Plänen von Studio Seldov Architects auf dem Grundstück eines ehemaligen Parkhauses errichtet.

00:19:58: Neben New York gibt es Filialen in Hongkong, London und Paris die derzeit seventy Künstlerinnen und Nachlässe vertreten.

00:20:06: Mittlerweile ist die Galerie zu einem Medienhaus geworden mit eigenem Verlag und digitalen Angeboten.

00:20:20: Die Galerie von David war natürlich etwas sehr Spezielles, in dem das eine der ersten neu gebauten Galerien waren.

00:20:29: Und wir hatten da die Möglichkeit mit David zu erarbeiten wie sich die Galerie erschließt.

00:20:38: David ist total engagiert und extrem kritisch und dadurch haben wir im Laufe der langen Zeit, in der wir zusammenarbeiten einen sehr rigorosen Dialog entwickelt.

00:20:58: Und vielleicht auch im Hinblick auf die Geschichte von seiner eigenen Geschichte war wollten wir eben diese Betonfassade schaffen.

00:21:13: ist eine Fassade, nicht nur eine Fassa, sondern ist eine Seite einer Ansicht eines Gebäudes.

00:21:19: Das heißt es war wichtig die Struktur der Fassaden in das Gebäude hereinzubringen.

00:21:31: Schöne klare Räume zu schaffen aber dann auch die Möglichkeit für Leute durch das Gebärde zu gehen und im Treppenhaus.

00:21:44: Es kommt vielleicht einen Purismus zum Ausdruck, der nicht hinter der Kunst steht.

00:21:55: Wenn du willst sondern vielleicht auf eher bewusst wirklich architektonisch ist.

00:22:07: Ja interessant finde ich bei dir ist ja du bist ja kann man sagen eine Stararchitektin Aber das muss

00:22:13: das sein.

00:22:14: Ja, sozusagen um es in den richtigen Kontext zu stellen ist du bist eine Frau und hast es geschafft mit einer sehr fein präzisen zurückhaltenden Architektur die so einen großen Namen zu machen wie viele deiner Kollegen oder auch Kolleginnen wenn ich jetzt an Saar Hadid oder so denke mit sehr lauter Architekatur mit sehr... also ich will das gar nicht werten aber Mit einer Formsprache, die auch sich ein Webbewerben durchsetzt weil man sie wieder erkennt oder eine quasi so wie das ja an der Kunst auch gibt mit wem man mit was assoziiert und identifiziert.

00:22:56: So sind deine Identifikationselemente sehr viel feiner und nicht eben weiß ich nicht wie...

00:23:04: Nicht massiv erkennbar?

00:23:06: Genau!

00:23:06: Ja.

00:23:07: Und das ist ein echtes Problem, weil wenn du wie wir das häufig tun an Wettbewerbenteil nehmst dann weiß es keiner dass du das gemacht hast und ich denke das sehr oft.

00:23:25: unser Prozess, weil ich ja nicht alleine arbeite sondern mit einem Team von fantastischen Kollegen.

00:23:34: Wir erarbeiten uns die Architektur, indem wir uns damit beschäftigen wie Leute sich im Raum bewegen und wie Zusammenhänge zustande kommen.

00:23:48: Die nicht aufgrund einer Formel entstehen sondern aufgrund der Komplexität der Umstände.

00:24:01: Früher habe ich mich immer geschämt, weil ich gedacht habe das ist eigentlich total langweilig was ich mache.

00:24:06: Aber ich weiß nicht was ich sonst tun soll und Ich selber finde es nicht langweillig sondern Es ist einfach sehr dezidiert ohne Formuleik zu werden.

00:24:25: Für mein empfinden ist es so dass man Regeln etabliert Aber im Großen und Ganzen denke ich, je weniger ich mache, desto besser ist es.

00:24:39: Wenn ich aber nicht genug mache dann passiert

00:24:42: nichts.".

00:24:46: Und das ist so halt ein ziemlich dünner Grad wenn du weißt was ich meine?

00:24:52: Also das heißt so stark zu dienen wie möglich um als, sag' ich mal Service Provider umzusetzen was der Kleinen sich wünscht nötige Raumerfahrung zu sorgen oder um auch sich selber einzubringen, weil das ist ja auch eine Form von Kunst.

00:25:11: Ja also die Funktionalität ist für mich immer ein interessantes Thema, weil funktional kann man so auf so viele Weise definieren aber den kürzesten Weg zu finden und Klarheit zu schaffen, so dass es sich anfühlt als wenn es nicht hätte anders sein können.

00:25:50: Und manchmal sind das ganz kleine Dinge oder es ist die Summe von vielen kleinen Gesten, die zusammenkommen als etwas Größeres und es ist nicht immer nur der erste Eindruck sondern ist es das, was in deiner Erinnerung zurückbleibt.

00:26:12: Was eine Resonanz schafft.

00:26:15: Mir ist jetzt nicht so wichtig dass einer sagt großartig diese Kurve kann nur von Seldorf kommen, sondern eher dass du insgesamt denkst, dass es einen Center of Gravity gibt, was alles informiert.

00:26:38: Service ist eine Sache, du musst Probleme lösen.

00:26:43: Aber das andere ist dass es eben auch ein einer Art von Tonen gibt der einen höheren Ton oder sowas.

00:26:59: und Ist das in der Zusammenarbeit mit den Auftraggebern dadurch dass du da jetzt schon so viele Projekte vorzuweisen hast und routiniert bist Läuft das von selber oder musst du dann oft Leute überzeugen?

00:27:14: Weil ich finde es eben sehr interessant, weil ich finde dass das wirklich eine Ausnahmefigur bist.

00:27:22: Weil ganz oft ist ja die große Geste da und irgendeine Raumbehauptung, die mit so einer Werb vorgebracht wird... und ist eben bei dir sehr viel leiser, sehr viel feiner.

00:27:38: Und ich frag mich wie war das jetzt im Rahmen deiner Karriere?

00:27:44: Wie ist es in der Zusammenarbeit mit Bauherren?

00:27:48: Naja jeder Jagd ist anders als du weißt.

00:27:52: nichts geht von selber.

00:27:54: man muss glaube ich einfach immer mit seinem eigenen Kopf dabei sein.

00:28:01: Ich glaube nicht daran, dass der eine so totale Freiheit geben sollte.

00:28:10: Weil es dann weniger interessant ist.

00:28:12: Es ist doch interessanter wenn ich auf dich eingehen kann als wenn ich nur in einem Vakuum arbeite.

00:28:22: Insofern ist es mir extrem wichtig zusammenzuarbeiten.

00:28:27: Ich denke Dinge werden besser auf das eine oder andere reagiert und dich selbst mit einbringst, wenn du mein Auftraggeber bist.

00:28:39: Das kann aber auch zu weit gehen!

00:28:41: Wenn plötzlich einer pfängt dir immer dieses und jenes aufs Auge zu drücken dann kommt irgendwann der Punkt wo du sagst Moment mal so arbeite ich nicht.

00:28:51: Es ist nicht effektiv, es ist so ein bisschen ein Balanceakt.

00:29:00: Ich bin einerseits, weil ich Erfahrung habe und weil ich auch gewisse Prinzipien im Hinblick auf meine Arbeit habe.

00:29:13: Vielleicht etwas Autorität aber eigentlich interessiert mich das relativ wenig sondern es interessiert nicht dass wir wohin kommen wo du am Ende denkst besser hätte ich's jetzt nicht machen können absolut subjektiv und ist etwas, womit man sich immer kritisch befragen, also auseinandersetzen muss.

00:29:44: Ist das jetzt richtig?

00:29:46: Ist es gut proportioniert?

00:29:48: Ist das genügend durchdacht?

00:29:54: Das ist für mich eigentlich das

00:29:56: Wichtigste.".

00:29:57: Und hast du das Gefühl, du wirst von Raum zu Raum Ausstellungshaus zur Ausstellungshaus präziser?

00:30:03: Wird

00:30:07: man

00:30:07: immer besser?

00:30:07: Ich denke schon, dass man es besser definieren kann.

00:30:15: Wenn ich an die erste Galerie, die Galerie von Michael Werner denke, dann denk ich immer noch das ist eine meiner schönsten Galerien.

00:30:26: insofern wird man vielleicht nicht besser aber man isst sich selber näher weil du eben den Dialog nicht zum ersten Mal führst und das ist auch der Dialog mit dir selber.

00:30:44: Verstehst du, was ich meine?

00:30:45: Ja gut natürlich.

00:30:47: jedes mal wieder eine Einlassen auf die neue Gegebenheit und Resonieren, was man von sich selbst und aus der Erfahrung weiß.

00:30:58: Du hast ja nicht nur Museen und Galerien und Räume für die Kunst gebaut sondern hast Den Recycling Center neu gebaut.

00:31:08: Erzähl mal von den Erfahrungen und wie das war?

00:31:14: Für mich ist es eigentlich eine der tollsten Erfahrungen gewesen, dass ich realisiert habe, meine Liebe zur Kunst und die Freude an Räumen mit Kunst zu arbeiten die ich nicht zum Fach-Idioten mache, sondern dass sie eine Basis des Denkens über für Räume darstellen.

00:31:51: In diesem Falle ist die Recycling Facility ... Ich weiß nicht... Hundertfünfzigtausend Quadratmeter... Sind das Quadratmetern?

00:32:02: oder Squarefeet?

00:32:03: Squarefeed!

00:32:05: Es sind riesen Dingen drei industrielle Hallen groß.

00:32:12: Dennoch ist diese ganze Anlage gedacht, bedacht mit Menschen im Vordergrund.

00:32:23: Wie kommen die da hin?

00:32:24: Wie können sie sich in diesen großen Volumen, die zueinander gestellt sind... wie können die sich dazu recht finden?

00:32:34: Wie kannst du eine Art von Architektur schaffen, die einerseits Ruhe bringt in einem Environment was extrem laut und hektisch ist.

00:32:50: Und durch diese Art von Zurückgenommenheit licht Natur allem anderen Raum gibt oder vielleicht jetzt nicht das richtige Wort Raum aber die Möglichkeit gibt, dass man anderes wahrnehmen kann.

00:33:13: Ich weiß nicht ob ich das jetzt sehr klar gesagt habe aber in dem wir dieses Gebäude gewahrt haben wo eine riesen Anlage existiert mit hohen technischen Niveau recycled materials von A nach B schickt, aussortiert zusammendrückt und in kleinen Paketen heraus spuckt.

00:33:46: Sind es immer noch Räume wo Leute arbeiten?

00:33:52: Wie die dann, wie diese wohl sichergestellt sind als auch in einem Raum sind der nicht bedrohlich ist... ...wie du Education in diese ganze Geschichte einbeziehen kannst.

00:34:11: Es sind total simple Prinzipien.

00:34:14: Das stimmt, klar für was auch Architektur steht und womit man es dann... also jeder hätte wahrscheinlich wenn man jetzt Kinder fragt eine Recycling oder eine Müllanlage zu zeichnen.

00:34:26: die würde nicht aussehen wie so.

00:34:27: ein offenes sieht eher aus wie ein Education Center oder wie ein Museum.

00:34:33: Vielleicht, ich erinnere noch sehr gut als wir diesen Wettbewerb gewonnen haben.

00:34:39: Dass wir Modelle bauen mussten weil wir uns selber mit der Größe von diesen Räumen oder bei diesen Hallen vertraut zu werden und dann als es darin ging Materialien auszusuchen, haben wir so ein gerolltes Aluminiumprofil als Material eingesetzt.

00:35:07: Und unsere Kunden haben übergesagt, ja ... und was für ein Material jetzt auf dieser Halle?

00:35:17: Okay, Fibrelle.

00:35:19: Auf dieser Hallee?

00:35:20: Ja, Fibréle.

00:35:22: Da auf dem Dach?

00:35:23: Ja!

00:35:24: Fibréle.

00:35:29: Aber das ist doch alles das gleiche Material.

00:35:34: So soll es sein.

00:35:35: Weil... in dieser Einfachheit der Materialität sich die Volumen viel besser darstellen konnten und das Licht viel besser zur Geltung kam.

00:35:52: Und es war wirklich eine tolle Erfahrung zu sehen, dass es funktioniert hat!

00:35:58: Das klingt vielleicht etwas absurd aber das ist so schön wenn man die Erwartungen die man an einem Gebäude hat, die man im Kopf vor sich sieht wenn sie dann manifest wird.

00:36:17: Das heißt das wusstest du.

00:36:18: also du bist da manchmal selber überrascht über den über das Ergebnis?

00:36:26: Es hat mir mal einen Kunde gesagt dass man das niemals sagen darf.

00:36:30: aber natürlich ist es so weil Du erlebst unheimlich viel im Kopf auf dem Papier und du kannst alles darstellen.

00:36:41: Aber das letzte Stück dessen was es speziell macht, das klingt so ein bisschen großartig aber existiert wie eine Vision und ich stelle mir vor dass das ähnlich ist wenn du einen ein Film machst, dann hast du eine Vorstellung davon was die Handlung ist wie die Schauspieler, was die Schauplätze sind und so weiter.

00:37:11: Was das ganze Ding aber zusammengebracht als Architektur oder als guten Film herstellt.

00:37:24: Das muss zunächst mal in deinem Kopf existieren weil es anderenfalls Ja, nur eine Anreihung von lapidaren Entscheidungen ist.

00:37:38: Klar bei Architektur ist es natürlich auch eine ganzheitliche Raumerfahrung die man nur irgendwie physisch machen kann und das dachte ich von auch als du das erzählt hast mit dem was irgendwie das ausmacht dass es eben diese gibt diesen starken dieses starke physische erleben aber ohne dass es Das kann manchmal, finde ich ein Problem sein.

00:38:01: Auch zum Beispiel wenn ich mich nicht irre ist das bei Gluckmann so... Ich glaube der hat die große Gagosiengalerie gemacht dass das Architektur ja auch so eine Form von Repräsentationen haben kann, die einen so ein bisschen klein macht

00:38:15: Ja, das stimmt auch

00:38:17: Und so Macht symbolisiert.

00:38:19: und ich kann mich auch erinnern als wie hier bei uns die Sankt Agneskirche umgebaut haben und uns sehr schwer getan haben damit diesen diese Ebene einzuziehen dass man das nicht wusste, wie das wird bis es gemacht war.

00:38:31: Also ich hatte dann mit dem Rohbau so eine Vereinbarung, dass der die Schalung stellt und man dann noch mal zu Not ablässt und die Stahlung wieder raus baut.

00:38:42: Und man hat zumindest eine Idee davon bekommen, wie sieht der Raum aus wenn er diese Ebene bekommt?

00:38:47: Aber man wusste ist selbst dann als die Schahlung schon stand also bevor der Beton gekoßen wird nur Tendenziell und wirklich wissen weiß man das immer erst wenn man dann in sowas rumläuft und sich bewegt.

00:39:00: Ja, das ist total interessant finde ich unter anderem auch weil In meinem Berufsleben von Handzeichnungen zu Cat Drawings zu dreidimensionaler Repräsentationen Nichts kann dir wirklich das authentische Erleben eines Raumes ersetzen.

00:39:34: Und dafür muss man ein Gefühl haben, ich glaube dass ja das alles andere ist Simulacrum und du kannst darüber nachdenken und spekulieren aber erst wenn es da ist weißt er dass es stimmt.

00:39:50: Du bist glaube jetzt in dritter Generation Architektin und Gestalterin.

00:39:55: Wie wichtig ist auch die Legacy und weiß ich nicht so eine Art Familienpraxis?

00:40:01: Gibt es das?

00:40:03: Ich habe das nicht so ernst genommen.

00:40:07: Klar, wenn du dann so rückblickend denkst, mein Vater ist vor zehn Jahren gestorben, gibt es dann so Momente wo du sagst, ach, das wüsste ich aber jetzt wirklich gerne.

00:40:21: was der darüber denken würde wie man sich unterhalten könnte damit?

00:40:26: Ich stelle mir vor, dass man ein bisschen vielleicht eine Sensibilität hat.

00:40:35: Ob man die erbt?

00:40:36: Weiß ich nicht würde ich dich auch gerne fragen.

00:40:41: also ich glaube das was das was ich wirklich geerbt habe oder mitbekommen hab ist dass man mit künstlerinnen und künstlern also das diene besondere dass die einen besonderen Beitrag leisten und ich sehe da meine Rolle hier als zum Beispiel, was auch eben mein Interesse vielleicht an der Architektur bedeutet ist Raum schaffen.

00:41:03: Also ich sehe meine Rolle als Galerist oder als Kunstvermittler Künstlerin und Künstler Räume zur Verfügung zu stellen ob sie im medialen Raum sind, ob das im Rahmen des Podcasts ist oder im Galerieraum.

00:41:15: Oder im Magazin.

00:41:18: Ich will Platz und Raum machen für Künstlerinnen und Künstlern.

00:41:21: Und dann ist aber glaube ich das Wichtigste was ich von meinem Vater gelernt habe die Künstlerin quasi auf Augenhöhe den zu begegnen.

00:41:30: also dass nicht quasi... Das sind jetzt keine vom Himmel gefallenen Genies Und dass das vielleicht ist, was ich mitgenommen habe.

00:41:39: Das ist total interessant!

00:41:41: Das denke ich auch absolut.

00:41:45: Die Kunst ist ultimativ die ist aber nicht isoliert.

00:41:53: Das finde ich hast du sehr gut gesagt.

00:41:55: ja

00:41:56: und bei meiner von meiner Mutter hab' ich gelernt die war ja auch Künstlerin, dass es wichtig ist auch weil sich nicht vielleicht Leute darin zu bestärken ihre Kunst zu machen.

00:42:06: Also, die einen musste manchmal ein bisschen bremsen und mindern.

00:42:10: Und die anderen musste irgendwie eher fördern... ...und ermutigen.

00:42:17: Gehst du manchmal kritisch mit deinen Günstlern?

00:42:21: Gehst Du ins Studio und...?

00:42:23: Ich zwing mich!

00:42:24: Ich zwinge mich immer wieder dazu, kritisch zu sein.

00:42:27: Und je erfolgreicher die sind, desto mehr muss ich mich dazu zwingen, kritischer zu sein weil desto weniger gibt es Kritik von anderer Seite.

00:42:36: Ja, das finde ich total faszinierend.

00:42:42: Weil wenn du zu jemandem ins Studio gehst und sagst, also dieser Himmel ist ja viel zu blau würde ich dir wahrscheinlich eine runterhauen.

00:42:53: aber ich suche die Kritik auf einer Weise oder nicht... nicht tanzen oder fich kritik sondern die auseinandersetzung und frage mich immer ob das bei den künstlern auch so ist.

00:43:14: Und es sind natürlich wie alles andere, die einen ja die anderen nein.

00:43:19: Es gibt Leute mit absoluter vision in absoluter isolierung ein workshopen was nicht kommuniziert vielleicht oder?

00:43:32: Das ist manchmal denke ich vielleicht auch das Interessante an der architektur dass sie, das ist eben eine besondere Herausforderung.

00:43:40: Es gibt ja nicht nur den Bauherren sondern es gibt auch die ganzen Bauregeln, die einzuhalten sind.

00:43:49: Man folgt einer Funktion aber man folgt einem Auftraggeber und man folgen hier gerade in Deutschland ich weiß nicht ob es in USA so viel weniger schlimm wird's nicht sein.

00:44:01: Folgt man Bedingungen die einzohalten Wobei ich jetzt, wenn ich zum Beispiel an deine Gebäude denke mir das nicht so auffällt.

00:44:15: Dass sich da so viel solcher Schilder und Notdruckknöpfe und ähnliches gesehen habe.

00:44:20: Ja weil du extrem viel Zeit damit zubringst die irgendwo zu organisieren dass sie dir nicht im Weg sind Und das stimmt natürlich haben wir überhaupt nicht von gesprochen ist Architektur natürlich auf einer anderen Ebene stattfindet als die meiste Kunst, ist weil du dich mit Gesetzen aber auch mit Tektonik auseinander setzen musst.

00:44:51: Mit Details und wie die substanziell sind.

00:44:57: Und für mich ist jetzt sind wir an so einem Wendepunkt.

00:45:02: Wir können immer über Endlos Räume für Kunst sprechen, aber wir müssen auch darüber besprechen wer sind wir eigentlich in der Gesellschaft.

00:45:13: Wie wollen wir uns verhalten?

00:45:18: In einer sich erneuerenden offeneren politisch sich verändernden Gesellschaft?

00:45:30: was für eine Rolle spielt das Vokabular, das Architektonische?

00:45:36: vermitteln wir, du hast über die Autorität gesprochen.

00:45:41: Die Einschüchter in Räumen existieren kann und das ist für mich total interessant sich damit zu beschäftigen weil kannst ja eigentlich nur wissen was du weißt.

00:45:58: deswegen musst immer mehr lernen.

00:46:03: Für mich ist es so, dass du nicht immer sofort eine Antwort weißt.

00:46:08: Und wie findest du das Interessante Räume nachzunutzen oder neu zu schaffen?

00:46:15: Es kommt total darauf an.

00:46:16: im Prinzip bin ich jemand der dafür ist wenn man was wieder benutzen kann let's do it.

00:46:24: und das wird natürlich auch immer mehr so, steigenden Wasser und Katastrophalen stürmen.

00:46:36: Und sich verändern dem Klima mit jeder Aktion von Neubau, das irgendwie rechtfertigen müssen.

00:46:53: Ja da hat Nachnutzung auf einmal natürlich noch eine andere Bedeutung.

00:46:55: jetzt bekommen also nicht nur in der inhaltliche Art sondern auch ökologischer Und dadurch natürlich politischer Art.

00:47:06: Gibt es vielleicht zuletzt nochmal ein Dreamprojekt, was du gerne mal bauen würdest?

00:47:11: Eine Kirche oder wo geht's um den totalen Raum oder um den Total falsch, um den puren Raum?

00:47:19: Ich finde das eine schöne Frage weil ich würde wahnsinnig gerne eine Kirche bauen und ich glaube es gibt keinen Totalenraum per See.

00:47:35: Ich möchte gerne an Dingen arbeiten, die uns inhaltlich weiterbringen.

00:47:42: Und da gibt es ganz viele unterschiedliche Anwandlungen oder Anhalte.

00:47:52: ich bin nicht so interessiert daran viel kommerzielle Sachen zu machen wie du das schon richtig angesprochen hast.

00:48:02: aber Schulen Spiritual Buildings, da tut man sich dann auch wieder schwer mit.

00:48:12: Und das ist wie so vieles etwas, wo du dich dann auseinandersetzen kannst mit der spirituellen inhaltlichen

00:48:25: Vorgabe.".

00:48:46: Was mit Kunst?

00:48:48: Ein Podcast von und mit Johann König.

Über diesen Podcast

In “Was mit Kunst” lichtet Johann König den Schleier der exklusiven Kunstwelt, indem er Künstler*innen, Kurator*innen und Kunstsammler*innen interviewt. Die Gäste sprechen über ihren Werdegang, ihre Werke und reflektieren über die Entscheidungen, die sie in ihrer Karriere getroffen haben, wie sie Hindernisse überwunden und sich von Zuschreibungen freigemacht haben. Ein einmaliger Zugang zu prägenden Akteur*innen der Kunstszene.

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Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen für neue Folgen wendet euch gerne via Mail an: info@koeniggalerie.com

Coverbild: © Lukas Gansterer

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