00:00:00: Heute gibt es wieder eine Folge aus unserem Archiv, diesmal mit Alfred Weidinger.
00:00:04: Als wir in den Jahren und Jahrzehnte über NFTs digitale Kunst gesprochen haben war das noch ziemlich kontrovers.
00:00:11: Jetzt – einige Jahre später – zeigt das Francisco Carolinum die Sammlung, die Alfred zusammengetragen hat mit über vierhundert digitalen Kunstwerken.
00:00:19: also einen Anlass um jetzt nochmal das Gespräch zu hören.
00:00:22: Viel Spaß!
00:00:23: Mit Alfred Weininger.
00:00:24: entwas mit Kunst.
00:00:26: Wenn ich glaube als Museum
00:00:27: kann man schon auch
00:00:27: Verantwortung dazu dafür zeigen Was im Moment gerade interessant ist, was gerade mir stehenbegriffen ist.
00:00:34: Die digitale Kunst ist etwas sehr kurzwebiges – es kann sein, dass es am nächsten Tag und in der nächsten Saison schon vorbei ist, wenn es wieder aus dem Haus gibt.
00:00:41: Aber dennoch ist es
00:00:42: wichtig das Fest
00:00:43: zu haben, weil es Teil unserer Kultur ist, unsere Gesellschaft ist.
00:00:47: Und vor allem ist es Kunstgeschichte!
00:00:58: Heute zu Gast der Museumsdirektor & Kurator Dr.
00:01:03: Alfred Weidinger.
00:01:05: Lieber Alfred, herzlich willkommen.
00:01:06: Soll dich zuhören!
00:01:08: Alfred mich interessiert immer am meisten wie meine Gästin zu Kunst gekommen sind?
00:01:13: Wie ist Kunst in dein Leben gekommen und wann hast du festgestellt dass es professionellen Umgang mit Kunst gibt?
00:01:23: Das war ein längerer Weg.
00:01:24: also ich habe ja als Urmacher begonnen.
00:01:26: bin Urmachermeister hab da schon diese Zeit begonnen Texte zu schreiben.
00:01:30: über historische Zeitmesser habe ich dabei natürlich auch sehr mit Philosophie auseinandergesetzt, also von griechischer Philosophien und meine ersten Ausstellungen gemacht.
00:01:41: Damals halt einfach noch mit historischen Uhren, durchaus auch mit historischem Möbeln... Und dann hab' ich diesen Job dann etwa vier Jahre als Meister gemacht, bin aber eigentlich immer mehr vom Jagdgewissermassen kreativen Bereich in die Administration abgerutscht und hab' dann irgendwann entschlossen Es muss Schluss sein, ich kann mir noch gut erinnern.
00:02:00: Das war also kurz vor Weihnachten.
00:02:02: das Weihnachtsgeschäft habe ich noch gemacht.
00:02:03: Also natürlich in der Urnen- und Juwelenbranche ist es ja sehr wichtig.
00:02:06: Ich habe gekündigt und habe im März begonnen an der Universität in Salzburg zu studieren.
00:02:13: Kunstgeschichte und klassische Archäologie.
00:02:16: Und was hat du im Urnhandel oder in dem Urnenbereich gearbeitet?
00:02:22: Das war ein Salzburg wo du da gearbeitet hast und den Meister gemacht hast.
00:02:27: im Waldviertel.
00:02:28: Da gab es eine Bundesschule, wo man diese Ausbildung machen konnte.
00:02:33: Ich habe da richtig Uhren gebaut und Zeitmesser gebaut.
00:02:37: Dann habe ich natürlich solche Historische mit Zeitmessern langer Zeit restauriert.
00:02:40: Ich hab mich dann also auch mit Jubeln auseinandersetzt.
00:02:43: Das habe ich in Ido Oberstein Hauspolitik-Bildungen gemacht an dem gemologischen Institut.
00:02:47: Ich hatte Diamantengraduier.
00:02:48: Das hat das ganze Programm, dass man in dieser Branche absolvieren kann.
00:02:52: Aber ich habe dann einfach gemerkt... Wenn man sich für das Kreative interessiert, dann war für mich die einzige Konsequenz, also das aufzuhören und die Seite zu wechseln.
00:03:09: Perspektive zum Wechsel.
00:03:11: Und dann bist du aber an der Universität und hast Kunstgeschichte studiert?
00:03:15: Ganz genau!
00:03:17: Kunstgeschichten unter klassischer Archäologie.
00:03:21: Und die Kunstgeschicht hört wahrscheinlich bei Duchamp auf oder?
00:03:24: Die man da studiert hat...
00:03:28: Ich würde sagen, fast ja.
00:03:31: Die Champ ist schon etwas besonders fortgeschritten, die Drücke sind derzeit gewesen.
00:03:35: Wenn man so wählt, war meine Ausbildung eher konzentriert auf die Renaissance.
00:03:42: Da bin ich auch sehr gut, da kann mich heute noch sehr gut bewegen in der Kunstgeschichte und dann möchte ich das in Keinheit und weiß irgendwie missen diese Ausbildung.
00:03:51: Dann wäre ich immer für Philosophie interessiert.
00:03:55: Das war also auch aus der Zeit, in der ich studiert habe, noch als eigentlich sehr relevant und ohne Philosophie ging es eigentlich nicht.
00:04:01: Und das hat mich auch menschlich sehr weit gebracht.
00:04:05: Interessant!
00:04:07: Und dann bist du direkt nach dem Studium gings bei der Albertina?
00:04:10: In Wien-Los oder was war die erste...?
00:04:12: Mir...das
00:04:13: war so.
00:04:14: Also ich hab mir natürlich auch für die Moderne interessiert.
00:04:18: Ich wohne ja am Attersee, bin da draufgewachsen Und wenn ich so aus dem Blick mache, also aus meinem Fenster sehe ich mehrere Klimtgemähte zeitgleich und habe mich damals eigentlich sehr geärgert.
00:04:29: Das war in den Achtzigerjahren das Bildtitel falsch sind.
00:04:33: Also es wurde der falsche See benannt, dass da falsche Ort die falsche räumliche Situation.
00:04:37: und dann haben wir gedacht okay das muss jetzt ändern weil das ist ja verrückt, das kann doch nicht sein, dass die Wissenschaftler, die Kunstwissenschaftler sich halt einfach aus irgendwie falschen Daten aufsitzen.
00:04:47: Da haben wir begonnen, also mich mitgegnt auseinanderzusetzen.
00:04:52: Ganz kurz, weil ich glaube das ist total interessant.
00:04:54: Das wissen glaube ich viele Hörerinnen und Hörern nicht, dass viele Werke oft einfach zugeschrieben wurden und man irgendwie davon ausgingen da ist ein See drauf und dann sagte man okay in der Zeit hat er oder die da und da gelebt?
00:05:08: Das muss der und der Seh sein!
00:05:10: Und dann ist diese Zuschreibung im Werksverzeichnis gelandet Und das liest man immer wieder auch in der Provenienzforschung, dass dann Titel falsch übersetzt wurden oder einfach falsch zugeschrieben.
00:05:26: und dann reiht sich diese falsche Zuschreibung über Katalogreproduktion zu Katalog-Reproduktion.
00:05:34: Du hast dich der Sache angenommen und das aufgearbeitet?
00:05:38: Ganz genau!
00:05:39: Ich bin davon ausgegangen, dass nichts was geschrieben ist stimmt und habe versucht, das einfach für mich neu zu recherchieren.
00:05:46: Also haben wir mit der Biographie des Künstlers auseinandergesetzt und eben dann in den Einen Jahrzehnten aus einer ersten Kindaustellung gemacht noch in meiner Studienzeit.
00:05:54: Und die hat dann sehr gut funktioniert.
00:05:56: Wir hatten wirklich so viele Besucher... Wo war das?
00:05:59: ...und dann bekam ich eine Geburt-Ausdahl bei Dinger.
00:06:02: Die Ausschängerin machte ihn da wieder Paulik am Attersee im Seewalchen, also an meinem Heimatort Das war auch seine Villa, in der Gustav Klimt, dass er seinen allererster Sommeraufenthalt am Astersee verbracht hat.
00:06:13: Und dann hast du da aber auch Leihgaben organisiert aus den großen Häusern.
00:06:17: Ja genau, das hat gut funktioniert und es hat mir damals noch geholfen als der Eigentümer der Kronenzeitung.
00:06:22: Das ist ein wichtiges Blattbass in Österreich, dass er Dichert einen Haus am Atemsee hatte.
00:06:28: und er hat gesagt was mehr wie wir es uns finanzieren auf die Leihgauben.
00:06:32: und dann habe ich gesagt wenn ich jetzt keine Unterstützung kriege, dann muss sich halt wahrscheinlich der Militärdienst machen irgendwo im Ausleben um dann die Schulden zu verdienen.
00:06:42: Ich habe ihn wirklich vorgeprescht und ich kann mich noch sehr gut dehnen.
00:06:47: Und dann sitze ich dort bei ihm, also das war in der Eintracht und er sagt, wie viel brauchst du denn?
00:06:51: Dann sage ich halt irgendwie so zwei oder dreihundert Tausende Schillingen.
00:06:55: Das glaube ich damals nicht mehr hoffen.
00:06:56: Durch sieben, oder?
00:06:57: Ja, ungefähr!
00:07:00: Und dann hat man wirklich... Da hab ich gesagt, reicht es, sag ich ja sicher reicht es.
00:07:04: Und dann hat er mal einen Check ausgeschrieben.
00:07:06: Es war noch eine Zeit, in der noch Checks ausgesteht worden sind und reichen wir den rüber!
00:07:10: Und das war es eigentlich.
00:07:11: Und so musste er für
00:07:11: keinen
00:07:12: Militär, den sie im Ausland machen.
00:07:13: Die Ausstellung war sehr erfolgreich.
00:07:15: Er hat sogar seinen Gewinn erwirtschaftet.
00:07:17: Also wir waren damals erfolgreicher als die Landesausstellung... ...die Nobels euch stattgefunden hat was die Besucherzahl anbelangt.
00:07:23: Das ist das erste Mal war dass diese Villa öffentlich zugänglich war aber es war.
00:07:27: am Ende war seine Studentenparty, die gut funktioniert hat.
00:07:30: Daraufhin habe ich ein Angebot bekommen aus der Alpertina.
00:07:34: Und wie nimmt er dann in die Alperdiene?
00:07:36: Aber es ist interessant, dass die Tochter wahrscheinlich eine super Sammlerin ist.
00:07:41: Die sich viel mit junger zeitgenössischer Kunst beschäftigt – die Dich-Hand.
00:07:46: Ganz genau!
00:07:49: Das heißt, du hast oft die Initiative selber in die Hand genommen und offensichtlich hat aber auch so ein gewisses Intreponential Ansatz.
00:07:57: also eher unternehmerisch zu agieren War immer auch ein essentieller Teil deiner Praxis?
00:08:04: Ja, auf jeden Fall.
00:08:05: Das möchte ich sagen.
00:08:06: Also das hat eine Emailscherte und es ist immer eine Rolle gespielt.
00:08:10: Und dann hast du aber wirklich Kunstgeschichte geschrieben weil danach jetzt Titel anders korrigiert wurden ja?
00:08:16: Ich habe meine Diploma gemacht, dass sie über Gustav Klimt, also meine Episodation hab ich dann über Oscar Kokoscher geschrieben und hinter der Autor von den Werkkatalog.
00:08:25: Also ich habe einen Werkkatalog der Gemälde von Gustav Kimter herausgegeben.
00:08:29: Da bin ich da nach wie vor noch international sehr gut vernetzt.
00:08:32: Wenn irgendwo etwas aufgedacht und etwas unsicher ist, dann ist das sehr schön weil ich immer noch kontaktiert wäre.
00:08:39: Und dasselbe betrifft der Aquarelle und Zeichnungen von Oscar Kokoschka.
00:08:44: Dann bist du darüber bei der Albertina gelandet?
00:08:46: Hat es aber auch quasi in kaufmännischen Verantwortung?
00:08:50: Ja, du hast bis zu einem gewissen Grad in der Bauzeit.
00:08:56: Rekonstruierung oder Restaurierung bei Alpertina und auch die Neubauten, das Depot, der vollautomatische Speicher.
00:09:04: Das geht also auf meine Initiative zurück und das habe ich damals auch so geleitet und musste natürlich auch in kaufendischer Hinsicht bis zu einem gewissen Grad verantworten.
00:09:12: Und die Rolltreppen auch?
00:09:13: Die
00:09:14: Rolltreppe auch ganz genau!
00:09:15: Das war ein Wettbewerb, kann man gut erinnern denn eigentlich hätte die Zahadid gewonnen.
00:09:22: Aber die Zahl hat eine großartige Idee eigentlich, aber mit der Zahl kann man es dann am Ende nicht verwirklichen.
00:09:27: Weil der Entwurf von Paul ein viel Praxisnah war und keine Vorbereitungszeit
00:09:34: bedurfte.".
00:09:36: Und du hattest gerade kurz Kokoschka erwähnt?
00:09:39: Kokoscha hatte ja eine Zeit lang mit einer Puppe gelebt und du hast das glaube ich re-enacted und hast quasi dich da oder wie nennt man das Method Acting ... da reinversetzt und das quasi nachgelebt?
00:09:52: Erzähl mal was dazu.
00:09:53: Naja, ich bin nicht zur Puppe geworden aber wir haben also dann diese Puppele nacharbeiten.
00:10:00: Wir kannten ja die Gebrauchsanweisungen.
00:10:02: Es gab eine sehr präzise Beschreibung von Oscar Kokoschka, also von seiner Puppenmacherin aus München damals überliefert worden sind und wie
00:10:09: andere... Erzähl vielleicht noch mal für die nicht sozusagen so tief mit der Kunstgeschichte informierten Hörerinnen und Hörern kurz was zur Oscar Kokoshka und zu dieser Puppengeschichte?
00:10:20: Ja das war so.
00:10:21: es gab eine leidenschaftliche Begegnung.
00:10:23: der junge Kokoscha sexuell noch relativ unerfahren hat die sehr erfahrene Alman Mahler kennengelernt, sich also buchstäblich aus in sie verliebt und die beiden hatten damals über drei oder nei zu vier Jahre wirklich eine leidenschaftliche Begegnung als ein Liaison, die wirklich sehr intensiv war.
00:10:42: Das hat das gesamte Schaffen von Kokoschka auf einmal dieser Phase geprägt und da sind wir jetzt noch in den Neunzehnerjahren.
00:10:49: und dann, Alman Maler hat sich dann also den Gropios gesucht und hat den Oskar Kokoschka verlassen.
00:10:56: Kokoscha wollte sich das Leben nehmen, er hat sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet als Erster Weltkrieg und ist dann auch tatsächlich so schwerst verwundet worden.
00:11:04: aber die Verwunderung hat ihn nicht zum Tod geführt sondern auch wenn man dazu motiviert wirklich sich gegen den Krieg zu äußern und hat einfach erkannt dass das ein voller Wahnsinn ist was da passiert.
00:11:19: Und die sind dann natürlich auch zum Pazifisten geworden.
00:11:21: Was aber dann weiter passiert ist, das war wirklich ein Trauma für ihn, dass er sehr lange nachgewirkt hat.
00:11:27: Vor allem ist es wieder aufgebaut in seiner Dresdnerzeit.
00:11:29: Er hatte dann eine Profisur in Dresden bekommen und hat dort zahlreiche Aquarelle auch gemalt und einige Bilder.
00:11:37: Daher ist ihm die Idee gekommen, dass man vielleicht doch so eine Guppe bauen lässt, also die das Abwicht der All-Normaler ist Und mit der hat man sich, die hatte dann auch in die Gesellschaft eingeführt.
00:11:47: Also mit der ist er home, sie war lebensgroß.
00:11:49: Mit der ist herum also in den Gasthäusern herum.
00:11:52: Also gehen wir davon aus dass er mit dieser Puppe auf Sex hatte.
00:11:55: das kann man ganz gut erkennen.
00:11:57: Zumindest gab es die voraussetzende Körperöffnungen dazu.
00:12:03: Aber er ist auch mit ihr an die Opa gegangen?
00:12:05: Ja,
00:12:05: er ist in die OPA gegangen und ich sage jetzt war er seine Gesellschaftsdame für ihn vornehmend Und die hat er natürlich auch in seiner Bildwelt sehr, sehr intensiv verarbeitet.
00:12:14: Irgendwann nach einer durchzechten Nacht, wie Sie wahrscheinlich auch schon gesagt haben, nicht mehr anzählig im Zustand gewesen, hat das hier entsorgt oder so weggeworfen und damit war das Thema allmahler für ihn
00:12:24: erledigt.".
00:12:25: Und weißt du, wie die Gesellschaft darauf reagiert hat, dass der immer diese Puppe dabei hatte?
00:12:30: Ich würde sagen, er war sehr ernst zu nehmen an der Künstler in dieser Zeit.
00:12:35: Er
00:12:36: war eine große Nummer.
00:12:39: Wichtige
00:12:39: Figur.
00:12:40: Vor allem in Deutschland.
00:12:41: Der war einer der wichtigsten Künstlern überhaupt.
00:12:43: Da hat auch diese Profi so bekommen und die damals noch wirklich sehr bedeutend waren.
00:12:50: In der Zeit war er bedeutender Künstlerin und die Gesellschaft hat das einfach akzeptiert.
00:12:55: natürlich ja!
00:12:56: Der Fetisch von Kokoschka war damals absolut im Geräte und er hat es ja nicht verborgen.
00:13:03: Dieser Fetische kommt auch in seinen Bildern, in seinen Akkurellen, gemeldeten Druck-Grafiken sehr intensiv vor.
00:13:10: Und weiß man wie die Eimer Mahler darauf reagiert hat?
00:13:13: Das weiß man nicht.
00:13:13: Ich kenne ihre Familie sehr gut.
00:13:19: Die Nachkommen ist nicht überliefern.
00:13:22: Dann hast du um das besser zu verstehen diese Puppe nachbauen lassen.
00:13:25: Ich habe die Puppe von einem Puppenmacher, oder vom Puppemachern in den Bundesvehnen.
00:13:35: Die haben wir dann nachgemacht und die haben auch in einer Ausstellung gezeigt.
00:13:39: Und die ist jetzt in der Sammlung?
00:13:42: Ja
00:13:42: das befindet sich jetzt also in der sammlung des Belvedereins.
00:13:46: Ah ja, bei ins Belvedere bist du gegangen nach der Albertina und hast auch da quasi vielen, wie soll man sagen Neubau oder Sanierung verantwortet?
00:13:55: Ja aber auch die Sanierungen ist in meiner Zeit verantwortlich.
00:13:59: Also die Sanierung des unteren Belveder, der Ancherie und noch was Adaptierungsarbeiten im Stolchenschloss aus dem oberen Belveter und natürlich die Generalseersanierung des einundzwanziger Hauses.
00:14:11: Richtig, richtig.
00:14:12: Wo der Pavillon für die Weltausstellung umgewandelt wurde von Krishanitz zum zur Ausstellungshalle und jetzt immer noch als einundzwanziger Haus.
00:14:21: heißt es jetzt ne?
00:14:22: Eine Kunsthalle für österreichische Kunst.
00:14:24: Ja genau
00:14:25: das ist eine sehr spannende Bauer wirklich aus einer großartigen Pavillon ja natürlich auch in seiner Konzeption auf Mies van der Rohe zurück wird und es ist aus meiner Sicht immer noch das einzige Museum der Welt.
00:14:34: dass es entnimmens keine
00:14:35: Mahmung gibt Ja, ist schon beachtlich was es alles in Wien gibt.
00:14:40: Albertina Belvedere, Mumok, ein zwanziger Haus jetzt das Albertiner Modern also wirklich eine beeindruckende Vielzahl.
00:14:50: dich hattest dann aber nach Leipzig verschlagen?
00:14:53: Also nachdem du erst bei der Albertina warst und dann am Belveder hast du das Museum in Leipzig übernommen und hast da auch angefangen stark dich mit digitaler Kunst und neuen Medien zu beschäftigen.
00:15:12: Wie bist du dazu gekommen?
00:15:14: oder was ist sozusagen anders als in anderen Bereichen?
00:15:19: Ich glaube, das Entscheidende war Social Media.
00:15:21: Ich bin ja noch in einer Generation aufgewachsen.
00:15:24: Also ich habe mir noch eine Schreibmaschine geschrieben, also mit einer Mechanischen.
00:15:28: Da ist dann eine Elektrische geworden, dann gab es einen so genommen Schreibcomputer, also den habe ich mir noch zuhause.
00:15:33: Also bin sozusagen durch diese ganze Medienwirtschaft auch dann gewandert und irgendwann kam das Internet, dass auch nutzbar war.
00:15:39: Das heißt also Informationen kommt man sich ja im Internet auch so organisieren.
00:15:42: Und natürlich habe ich früher sehr viel Zeit in Bibliotheken verbracht weil das waren meine Hauptinformationsquelle.
00:15:49: aber das ist dann durch das Internet weitgehend abgelöst worden oder ist es abgelösst worden über dich daran als auch heute?
00:15:56: Und im Kunstbereich war es natürlich genauso, dass du einfach die Möglichkeit hast also vor allem über Instagram und andere Kanäle.
00:16:02: Also Facebook würde ich nicht meinen aber vielleicht Instagram wie wirklich zu sehen was in der Welt passiert weil über Zeitungen hat man sehr eingeschränkten Reflexionsraum.
00:16:12: Aber Internet hat also die Grenzen aufgemacht und das fand ich so unklar, ungemein spannend und war sehr früher ein Twitter-Kant gehabt, habe sehr früher Instagram bekannt gehabt Und habe dann plötzlich gesehen in meiner Leipzigerzeit, dass sich Deutsch aus einer Künstler-Generation also mit der Möglichkeit auch ihre Kunst über Instagram zum Beispiel zu verbreiten oder auch aus Instagram selbst benutzt und Punkt zu produzieren.
00:16:35: Dass das plötzlich ein Superthema geworden ist.
00:16:37: Die Community ist immer größer geworden und ich habe damals auch an die Kamauerkennung gelernt und habe sehr eng geladen, noch Leipzig zu kommen und dann haben wir überlegt, eine Ausstiegung zu konzipieren.
00:16:49: Die haben wir dann gemacht.
00:16:50: Und das war, glaube ich jetzt in Deutschland, die erste Ausstellung oder so eine institutionelle Ausstellung, die sich also mit dieser Kultur auseinandergesetzt hat und dann ging es eigentlich Schlag auf Schlag weiter.
00:17:02: Jetzt als Klimtexperte und eben auch jemand der sich viel mit digitaler Kunst und auch mit NFTs verwendet werden um digitale Kunst zu handeln.
00:17:12: Ich glaube ihr seid auch eines der wenigen Musilen jetzt in Linz, die das aktiv betreiben Sammlung da aufbauen.
00:17:23: Jetzt hat das Belvedere vor, ich weiß nicht zwei Jahren glaube ich eine digitale Reproduktion von Klimts Kurs fraktionalisiert.
00:17:33: Wie blickst du auf solche Projekte?
00:17:35: Also vielleicht um das nochmal kurz zu beschreiben der Kurs ist natürlich eines der rühmtesten Gemälde von Klimt und auch eins dass vermutlich die meisten Touristinnen und Touristen ins Belveder bringt und für den entsprechenden Eintritt verantwortet.
00:17:52: Und jetzt wurde dieses Bild nicht das Original, sondern ein digitales Foto eben in Einzelteilen verkauft im Zusammenarbeit mit dem Belvedere.
00:18:06: Man erwirbt aber quasi keine Nutzungsrechte und auch keinen Eigentum an dem Kunstwerk.
00:18:12: natürlich, Mich hat es ein bisschen an diesen Handel mit Sternen erinnert, den es mal in den Neunzigern gab wo man so Sterne für die Freundin kaufen konnte.
00:18:26: Es ist aber natürlich verständlich dass alle Museen immer schauen wie können sie noch irgendwelche Einnahmen generieren um Ausstärkungen zu machen oder Ankäufe zu finanzieren?
00:18:37: Ja Wie blickst du darauf?
00:18:38: Du sprichst das auch genau an!
00:18:39: Das ist der letzte Punkt was du erwähnt hast, das geht genau als ging darum um Einnahmen zu generieren.
00:18:44: Ich fand es etwas schade, weil der ganze Markt ist ja am Ende gebildet worden durch Künstlerinnen international.
00:18:52: Also einen super Hype haben wir alle mit erlebt aber am Ende ist er getragen worden in erster Linie von Künstlern also heute auch noch mit sehr vielen Künstlerin der ersten Generation zu tun die sich damit auseinander gesetzt haben und die haben das alles so furchtbegefroren.
00:19:07: weil ich sage mal wenn das BWT-Jagge am Eines gemacht ist die banalste Form aus einer Dokonisierung vom Kunst dass das Belvedere gewählt hat, das reine Marketinggeschichte.
00:19:15: Aber sie haben also für die digitale Konstruz überhaupt nichts getan.
00:19:18: Das ist aus meiner Sicht nicht verwerflich.
00:19:22: eine Marketingaktion zu betreiben oder um Mittel aufzustellen wie das Museum.
00:19:27: Das finde ich grundsätzlich sehr gut und als auch durchaus ein NFT ist durchaus so eine Möglichkeit aber um sozusagen den vom Künstler innen aufbereiteten Boden dann auszubeuten durch eine reine Marketingaktion und nichts den Künstlerinnen zuzuführen, die am Ende verantwortlich waren auch für den durchaus ersten Erfolg.
00:19:52: Das finde ich als Museum oder so vom Staat gefördertem Museum.
00:19:58: Ja, ich finde interessant dabei das in so einem Neuland wo eigentlich alle noch nicht so richtig verstanden haben was ist das?
00:20:05: wie funktioniert das?
00:20:06: Für was kann das verwendet werden dem Ganzen auch mit wahnsinnig viel Skepsis auf der einen und halb, auf der anderen Seite begegnet wird.
00:20:16: Ist es eben schwierig das auseinanderzuhalten und die Kommunikation richtig zu machen?
00:20:20: Weil ich glaube tatsächlich haben viele Leute geglaubt sie erwerben jetzt ein Teil des originalen Kunstwerks was natürlich ziemlich verrückt ist weil... Das ist ja auch Gott sei Dank noch bei Museen so dass Nicht veräußern, findest du das richtig?
00:20:35: Findest du Museen sollten niemals an die Bestände
00:20:38: geben.
00:20:38: Ja, das finde ich vielleicht auch mit meiner Generation zu sammeln und am Ende des Museums sozialisiert, dass in Wien worden ist oder in Österreich, aber wenn man so will.
00:20:47: Und da finde ich eigentlich ganz gut ein Objekt, also für eine Sammlung, worauf mir ist es auch immer ein Objekte in dieser Sammlerei.
00:20:54: Und die habe ich immer vergleichen auch aus einer Inventarnummer im Museum, also in einem österreichischen Bundesmuseum zum Beispiel.
00:21:00: oder ein österreichischer Museum ist durchaus vergleichbar mit einer Blockchain.
00:21:04: Das ist festgeschrieben und ich finde das eigentlich ganz gut weil damit erhält man auch heraus ab dass das Museumsdirektor an Direktoren dann plötzlich zu Kunsthändlern wären und ich find es ganz gut so.
00:21:15: Also ich finde gut wenn's da zwei unterschiedliche Perspektiven und auch Positionen
00:21:19: gibt Weil es ist ja interessant und auch vielen gar nicht bewusst, dass das Museum of Modern Art zum Beispiel regelmäßig Kunstwerke verkauft.
00:21:28: Es gibt dieses tolle weiße Buch von Michael Ascher glaube ich wo er die ganzen dann wird nicht von Verkauf gesprochen sondern von De-Aquisition.
00:21:37: also De-Acquisition und darüber natürlich immer den Kunstmarkt mitnehmen sage ich mal schlechtesten Picasso verkaufen, der dann aber immer noch viele Millionen bringt und damit neue Erwerbungen machen.
00:21:50: Und das ist natürlich in Deutschland oder in Österreich eigentlich undenkbar.
00:21:56: Ich glaube auch weil man Angst vorm Populismus hat dass dann gesagt wird wollen wir denn jetzt den Bohol?
00:22:02: Oder wollen wir ein neues Fußballstadion?
00:22:05: nach deiner Zeit in Leipzig hast du jetzt eine ganze Gruppe von Museen übernommen in Linz und bist wieder Österreich gelandet.
00:22:15: und das Interessante ist aber bei Linz auch.
00:22:18: Und es ist auch meine Frage, ob das eine Rolle gespielt hat?
00:22:21: Weil Linz is ja die Heimatstadt der Arselektronika und ich glaube dass das erste Kunstdigitalfeste will überhaupt.
00:22:30: Seit
00:22:33: wann?
00:22:33: seit
00:22:34: den Achtzigern?
00:22:36: Seit den Siebzigern sogar!
00:22:39: Und hat das eine Rolle gespielt?
00:22:40: Seid ihr Austragungsort der Arse?
00:22:42: Wir sind kein Austragensort, also die konzentrieren sich immer auf unterschiedliche Gebäude oder auch Gebäudekomplexe.
00:22:49: Dieses Jahr war es im Posthof zum allerletzten Mal.
00:22:52: aber nachdem die Arse-Elektronik aus ein Festewell ist,
00:22:55: d.h.,
00:22:55: wir sprechen hier von einer durchaus sehr hohen internationalen Präsenz vom KünstlerInnen und Interessentinnen habe ich über einen Zeitraum von etwa vier, fünf Tagen.
00:23:07: bieten sozusagen die digitale Kunst permanent.
00:23:12: Das machen wir einerseits mit einem Standort im Metaverse, also wir betreiben es seit zweieinhalb Jahren.
00:23:19: Also wir feiern nächstes Jahr so im Frühjahr ins drei-Jahre-Jubiläum wiederm eigenem Museum, eigenes Ausstellungsprogramm, eigenen Kurator, eigenem Weiter eines virtuellen Standorts wo wir unsere Künstler innen zeigen.
00:23:31: und auf der anderen Seite haben wir das im Franzisko Carlino, das ist das klassische Museum Das haben wir neu programmiert und das ist das Haus für Fotografieren, Medienkunst.
00:23:40: Und auf jeden Fall derzeit zum Beispiel eine sehr beachtete AI-Ausstellung statt.
00:23:47: Also wir haben da viele KurvatorInnen auch aus dem Ausland die uns hier weitere geliefern und haben hier ein sehr homogenes und wichtiges Programm.
00:23:59: Da bauen wir aber natürlich schon durchaus auch auf die Leistungen als Elektronik an.
00:24:04: Die haben z.B.
00:24:05: irgendwann vor vielen Jahren auch den Refik, den Anatol eingeladen und der war hier damals noch als junger Student.
00:24:16: Aber für die Arselektronik ist das eigentlich also erledigt.
00:24:19: aber wir als Museum setzen uns mit diesen Menschen auseinander, die Berührungen mit der Arseelektroniker hatten.
00:24:26: Und arbeiten sie halt ansystematisch wissenschaftlich auf.
00:24:30: Das ist etwas, glaube ich, was sonst... sehr auszeichnet.
00:24:34: Für jede Ausstellung, die wir konzipieren gibt es auch einen eigenen Katalog an Wissenschaftlichen und da unterscheiden wir uns ja wesentlich von der Arselektronik.
00:24:43: Und das ist eben sehr gut!
00:24:44: Auf der einen Seite hast du ein Festival, das international wirksam wird und auf der anderen Seite haben wir so wie ein Museum, die auch durchaus inhaltet als Elektroniker spielt aber etwas weiter, etwas größer aufgearbeitet als es in einer Ja, also eine kurzzeitige Messe oder Festival ist möglich.
00:25:09: Klar und dann natürlich in der Sammlung auch konserviert?
00:25:12: Wir kaufen
00:25:12: auch seit neun zu drei Jahren digitale Kurs dran und haben uns zwischenseitlich eine ganz schöne Zusammenstellung
00:25:23: gestellt.
00:25:23: Und erzähl mal wie viele Häuser verantwortest du denn und wie ist das strukturiert in Linz?
00:25:27: weil ich glaube die meisten können sich gar nicht vorstellen was für Vielart an Museums?
00:25:35: Ich
00:25:37: arbeite ja für das Land.
00:25:38: Wir haben eine Unternehmen gebildet,
00:25:40: d.h.,
00:25:41: die Obersteuersche Landeskultur GmbH und da sind also die Dachmarke für insgesamt siebzehn Museen oder Ausstellungshäuser.
00:25:53: Und die sind aber nicht nur in Linz sondern die sind im ganzen Bundesland verteilt.
00:25:57: Wir haben ein Standort, zum Beispiel das CC Cottage der Kaiserin Elisabeth.
00:26:04: Das ist also ein Teil aus unserer Unternehmen in dem wir regelmäßig Ausstellungen machen genauso gut auch als an der Donau einige Römerstandorte mit großen Hallen Reste, Überreste der Römerzeit also konservieren und auch dort irgendwie mit der regelmäßigen Ausstellung.
00:26:23: Das gehört genauso dazu wie immer so drei Kunstmuseums die sich natürlich hier in Linz konzentrieren.
00:26:28: Und das eine ist das angesprochene Franzisco Carolinum auf drei Geschossen aus einem Medienhaus.
00:26:37: Dann gibt es ein Schloss-Museum, das ist ein klassisches Landesmuseum, welches auch in Deutschland gibt, in dem also die gesamte Kultur... Die gesamte Geschichte aus einem Land ist sicherlich artikuliert, in unterschiedlichen Ausprägungen.
00:26:51: Und dann gibt es noch das UK.
00:26:54: Das habe ich auch aus meinem Büro gehabt und das UK ist also ein experimenteller Ort, würde ich meinen, indem wir sehr zeitgemäße Themen verhandelt werden.
00:27:05: jetzt zum Beispiel gerade in der Ausstellung zu dem Tragliernis.
00:27:10: Und in dem OK-Zentrum habe ich vor vielen Jahren mal eine Ausstellung gesehen von der Emily Jassir und jetzt eine von Eva und Adele.
00:27:17: Aber die Anna Jammoläufer Ausstellung, die ihr gemacht habt war nicht dort oder?
00:27:22: Die war im Schlossmuseum.
00:27:23: also wir haben im Schlostmuseum gibt es einen ... Vor zehn Jahren hat man seinen Neubau dort gemacht und dort haben wir seine keine sehr attraktive Ausstellungshalle, die bei so bis zu zweihunderttausend dreihanderte Quadratmeter groß ist.
00:27:34: Dort haben wir die Anne Jammorläufer gezeigt.
00:27:38: Das ist vielleicht ganz interessant, auch noch mal da ein paar Worte darüber zu verlieren.
00:27:42: Ich habe vor vielen Jahren meine Ausstellung mit der Anna Jermorlaufer gemacht hier jetzt gerade und jetzt ist Anna Jernorlauer die Künstlerin in Österreich auf der Venedigbinale vertritt.
00:27:54: Vielleicht willst du uns ein bisschen was über die Ausstellung erzählen?
00:27:57: Unsere Ausstellung
00:27:57: war so rettospektiv angelegt.
00:27:59: Natürlich gab es auch von unserer Seite die Hoffnung dass Anna Jeremole weil wir wussten sehr, sehr früh das sie sich bewerben wird Und in Österreich ist es so, man muss ihn bewerben.
00:28:09: Also wird dann nicht auseinandt und dann gibt's auch seine Jury, die dann darüber befindet ob jetzt also die oder welche Bewerber, welche Bewehrbarien für die Bienen alle ausgeruht haben.
00:28:19: Wir haben uns etwas gehofft, das Zeitfenster war günstig und deswegen haben wir versucht einen sehr umfangreichen Katalog dafür die Ausstellung zu präsentieren.
00:28:28: Das alles hat glaube ich ganz gut zusammengeholfen und unsere Kuratorinnen, die Gabriele Spindler ist auch dann die Kommissärin dieser Ausstellung Und wir freuen uns schon auf das Ergebnis.
00:28:40: Die gehen wir davon aus, dass es durchaus auch mit unserer Ausstellung, die wir gemacht haben – das ist ja bei erst eine umfassende Ausstellung zu tun hat.
00:28:48: Das ist irgendwie Relikte unserer Ausstellungen und unsere Ausstellung ist dann auch ein wenig zusehen zu sein in der Installation von Anne Ehringel.
00:28:59: Weil das Interessante ist ja, die Anna Jämmerlover ist aus Russland geflohen vor vielen Jahren und dann in Österreich gelandet.
00:29:06: Und geht auf ihre biografischen Stationen.
00:29:11: zum Beispiel ein Highlight in eurer Ausstellung fand ich die Röntgen-Schaltblatten also das sind eben Röentgenbilder auf die dann Rock'n Roll Musik oder unterschiedliche andere verbotene Ich weiß nicht, ob auch Reden dabei war.
00:29:29: Ich glaube es geht vor allem um Populärmusik gepresst wurden und dann konnte man diese Röntgenbilder auf einem Plattenspiel abspielen und sie hat eben quasi aus diesen Objetto-V, Faximiles neue Installationen gebaut also quasi die neu zusammengestellt auf so Glas näher auf Leuchkästen wie man eigentlich ein Röntenbild beim Arzt anschauen würde.
00:29:54: Ja, vielleicht kannst du uns noch ein bisschen was über Ihre Biografie und was Sie inhaltlich quasi ausmacht oder was sie gezeigt hat erzählen.
00:30:04: Naja es ist als politischen Gründen gefühlt.
00:30:08: Sie hat damals in Russland eine Widerstandszeitung mitverantwortet und das hat dann so großen Probleme geführt und die Familie beschlossen zu auszuwandern Also das Land zu verlassen, sind dann nach Österreich weiter in Reiskirchen.
00:30:28: So ein Refugee-Camp, dass auch berüchtigt ist, da sicherlich keine einfache Zeit für sie, also auch mit diesem Refugeecamp so zu sein und es hat sich halt dann quasi ... Sie war
00:30:40: extrem jung ne?
00:30:42: Ich glaube irgendwie achtzehn oder sowas.
00:30:43: Ist dann hier auf Österreich, hat sich sozialisiert und hat sich dann also auch allmählich von dem ganzen Nebenklängen, also emanzibiert und bekommen Künstlerin zu werden.
00:30:56: Und hat ein sehr, sehr kritisches, du hast auch selbst reflektiert dieses Werk, dass immer wieder mit einer leicht humorisischen Komponente verbunden ist was ich sehr spannend finde eigentlich.
00:31:15: Das ist das was wir Künstlerschees schaffen ganz im Besonderen Das ist ihre Biografie, die eine große Rolle spielt.
00:31:22: Natürlich auch ihre Gedanken, die mit ihrer Geschichte zusammenhängen.
00:31:26: Es sind zutiefst biographische Künstlerinnen, die wirklich aus außerordentlicher Werke schafften.
00:31:34: und gerade hier in dem österreichischen Bereich oder sowas aus dem deutschkameraden zuzählen, das ist ja mein Einkungstrauen, passt sich glaube ich sehr gut rein.
00:31:44: Es erfüllt etwas, was viele andere Künstlern... Ihnen, dass ich hier nicht so erfüllen kann.
00:31:49: Und das war sicherlich auch mit einem Ausstattgeber in der Grund, warum man sich dann zur Vertreterin Österreichs auf der Penalene Redigen kommen ja ausgewählt hat.
00:31:58: Ja finde ich besonders bemerkenswert weil natürlich russische Selbstdisidenten es nicht so einfach haben.
00:32:05: gerade und erzähle nochmal was jetzt so in nächster Zeit zu erwarten ist.
00:32:11: Ich bin immer sehr beeindruckt wie viel du gleichzeitig machst und bewegst Und auch vor allem, dass ganz oft du Neuland betrittst.
00:32:20: Also die Ausschau mit den Kryptowinern fand ich zum Beispiel hoch interessant.
00:32:24: Das ist so ein Kollektiv, die eben auch so digitaler aber auch physische Welten schaffen.
00:32:32: Eva und Adile fand ich auch eine mutige und sehr interessante Ausstellung.
00:32:35: Es war erstaunlich zu sehen wie früh sie sich... ... eben mit Identität und ... ... Transsexualität oder ... ... Selbstbestimmung beschäftigt haben.
00:32:47: schon, ich weiß nicht Anfang der ... ... Achtziger.
00:32:50: Oder wie früh?
00:32:51: Sie
00:32:51: haben sich kennengelernt das eigentlich im Jahr der Wende.
00:32:55: Ah, neun Achtzig.
00:32:56: Und
00:32:56: dann beginnt das künstlerische Schaffen von...
00:32:59: Ja.
00:33:00: Ich glaube eine von den beiden ist Österreicherin
00:33:05: Aber die ja aus
00:33:06: der Zukunft kommen.
00:33:07: Die
00:33:07: kommen natürlich auch aus der zukunft, wie ich hatte gesehen, aber ich würde sagen es gibt durchaus einen Österreich-Connex.
00:33:14: Oder man spricht auch mit österreichischem Akzent in der Zukunft?
00:33:17: Ja
00:33:17: ganz genau das ist gut und so kalt man's glaube ich als sehr charmant und sehr elegant formuliert.
00:33:22: Das würden sie auch akzeptieren.
00:33:24: Und was erwartet uns als Nächstes in Linz?
00:33:28: Wir sind jetzt dabei, unser Programm für das Kommandia vorzubereiten und da würde ich sagen also bin ich es am Weg in die USA.
00:33:35: Wir machen aus einer Retrospektive von Lin Hörschmann, der ist wirklich eine Pionierin, wir machen zeitgleich wieder stattfinden eine Ausstellung vom Hart, auch eine Medienpionierung, die auch aus Berlin Verkürzung gezeigt hat.
00:33:57: In diese Richtung entwickelt sich das weiter.
00:33:59: Wir bleiben dran, es ist sehr spannend gerade auch in Zusammenhang mit Löhne Hörschmann.
00:34:04: Sie hat aus dem ZK immer mal eine sehr spannende Ausstellung gemacht also Peter Weibel noch gemacht aber dann mich mit ihr da noch telefoniert habe.
00:34:14: Das ist ein Stand.
00:34:14: wir haben so einen NFT da gemacht, dass er im vergangenen Jahr Dann hat Annika May auch gemacht und wir haben sie dann zugeschaltet.
00:34:24: Und dann haben wir gesprochen über Ausstellungen, da hat sie ihm gesagt, naja, man kennt ihr Werk eigentlich nicht also nur vielleicht zwanzig Prozent.
00:34:30: das ist etwas was bekannt ist und achtzig Prozent existiert existieren nicht.
00:34:34: Sie würde ihm so gerne wieder meine größere Ausstellung machen und dann habe ich dann sozusagen online gesagt okay, dann machen wir das ja?
00:34:40: Dann machen wir es einfach
00:34:41: nächstes Jahr.
00:34:42: Ja weil wir halten unser Wort.
00:34:43: jetzt ist es soweit, das machen wir die ausstellen und nächstes jahr wird er aber immer noch als ich weiß wie wir das Toshek mit etwas machen.
00:34:49: zu Lynn Hirschmann, also wir sehen ja auch Videos geben natürlich.
00:34:52: Auch das Müsim auf Modern Art in New York macht nächstes Jahr seine Ausstellung mit Lynn Hirshman.
00:34:59: Aber es ist ganz gut, man merkt einfach nicht ganz allein.
00:35:03: Wobei bei dem ganzen Jungen sind wir oft ganz allein, ihr macht sehr viel was sehr angenehm ist und zumindest das Gefühl nicht ganz alleine zu sein.
00:35:14: aber es gibt Dass man sich also mit Jungen auseinandersetzt und auch Geld in die Hand nimmt.
00:35:19: Du hast die Kryptowien angesprochen, das ist ja den Museumsgeschäft leider sehr selten.
00:35:23: Und ist es was wo du sagen würdest?
00:35:26: Das ist quasi halb-halb.
00:35:28: zu einem Hälfte machst du's weil du es interessant findest und so anderen Hälften auch weil niemand anders macht.
00:35:35: Also, oder hat das auch schon was mit der Geschichte von Linz zu tun?
00:35:38: Nein.
00:35:39: Das hat weniger mit der Geschichte von Linze zu tun und es hat einfach damit zu tun... Ich glaube ich, dass ich einfach schon so lange im Geschäft bin, dass er einfach gesehen habe, dass man die Jungen eigentlich viel zu wenig unterstützt.
00:35:47: Also kann da die Gönnssituationen sein, weil dann bin ich in einer Zeit, wo sie im Museum sozialisiert worden sind, indem's halt da ist.
00:35:53: Ja also jeder Künstler, der muss zumindest einmal, ich weiß ja nicht, also mindestens also vierzig- oder fünfzig Lebensjahre haben.
00:35:59: Der muss also entsprechend... lange durch das Galaviergeschäft gegangen sein und irgendwann hat sich die Lorbeeren verdient, dass er in einer Isolation ausgestellt werden kann.
00:36:12: Das ist etwas was ich zutiefst ablehne und es können keine Bewertungskriterien sein.
00:36:18: Ich finde einfach wenig was interessantes, weil ich glaube als Museum haben wir schon auch eine Verantwortung dafür zu zeigen, was im Moment gerade interessant ist, was gerade mit Stehen begriffen.
00:36:28: Die digitale Kunst ist etwas sehr kurzlebiges.
00:36:31: Das kann sein, dass es am nächsten Tag und in der nächsten Saison schon vorbei ist, weil's wieder was Neues gibt.
00:36:35: Aber dennoch ist es wichtig das festzuhalten, weil das Teil unserer Kultur ist, unsere Gesellschaft ist und vor allem die Kunstgeschichte.
00:36:43: Ja ich finde es nur besonders bemerkenswert um an den Anfang unseres Gesprächs anzuknüpfen du kommst sozusagen vom Handwerk zu Klimt Kokoschka quasi in der Digital Renaissance Lin Hirschmann, die wieder eine Museumsausstellung bekommt, die sie wahrscheinlich schon lange verdient hätte.
00:37:06: Du zeigst eben viele digitale jüngere Positionen und das finde ich schon einen sehr bemerkenswerten Sprung Kunstgeschichts-Olymp in die digitale Kunst?
00:37:21: Und vielleicht ist es aber auch möglich, weil du mal einen Blick von außen hattest und nicht quasi die Ochsentour von Anfang an der Kunstgeschichte gemacht hast.
00:37:31: Kann das sein?
00:37:32: Ja, es ist durchaus möglich.
00:37:33: Ich denke, dass es damit zusammenhängt.
00:37:36: Und ich glaube auch, da bin mein ganzes Leben so sehr viel gereist und kennen sehr viele Perspektiven.
00:37:43: Das ist auch in der Kunst wichtig!
00:37:45: Keine viel zu viele Kollegen, die hat irgendwie wenn die immer wo sind dann gehen sie auch nicht mehr weg.
00:37:51: Die fahren vielleicht irgendwo auf Urlaub aber es gibt kein Perspektivenwechsel.
00:37:54: Ich denke dass diese Perspektifenwechsel ganz entscheidend ist und das ist auch der Grund glaube ich warum auch Galeristen oder Kunsthändler da durchaus auch den Museen als meistens die Nase vorn haben einfach deswegen was es gewohnt sind zur Reisen weißes Gewohnsinn also neue Perspektive zu sehen neue Perspekten einzunehmen Und ich finde das auch aus der Zeit gemäßt, wenn das nicht mal die Museumsgeschichte ankommt.
00:38:16: Findest du, dass Reisen immer noch so nötig ist oder kann man jetzt über Social Media neu für sich entdecken?
00:38:22: Ich glaube es ist notwendig.
00:38:24: Auch wenn's jetzt nicht so schön ist, weil natürlich ist CO² ein Bedanke, wobei sie das sehr entspannt.
00:38:30: Weil wir haben ja auch eine große naturwissenschaftliche Abteilung und bei diesen Debatten, auch bei diesen CO²-Departnern, also bemühen wir in erster Linie Politiker, also Nichtsachläute dazu was mich also immer wieder verwundert, aber ungeachtetessen ist es glaube ich wichtig.
00:38:45: Also wenn man wirklich aus einem Perspektivwechsel machen will und möchte dann ist es notwendig auch zu reisen.
00:38:52: Ich muss mir an den Ort begeben, muss versuchen die Kultur zu verstehen.
00:38:56: Wir müssen raus aus dem Ding weil wir sehen alles aus unserer westlichen Sozialisierung her.
00:39:00: Sie sind ja nur als unsere Perspektive die Entscheidende.
00:39:03: das haben wir leider auch in unserer DNA schon fest verankert dass es ja schwierig ist meiner Sicht Aber wir sollten trotzdem versuchen, unsere Perspektive immer wieder mal zu neu auszurichten.
00:39:14: Und da ist es notwendig, zu weisen!
00:39:17: Gibt es auch nochmal auf den Hörschmen zu sprechen zu kommen?
00:39:21: Gibt's auch vergessene Iconen der österreichischen Digitalkunst?
00:39:28: Ja, das sind dann denen Sie auch dran sind.
00:39:30: Das sind nicht so viele aber die gibt es natürlich auch und da sind wir dabei.
00:39:34: also ich möchte jetzt noch keine Namen nennen Nur aber wir sind dann, würde ich sagen drei bis vier Personen durchaus auch international relevanten österreichischen Künstlerinnen daran, die sich mit digital kommen und bereits sehr früh damit auseinander gesetzt haben.
00:39:51: Und uns selbst kriegt Kryptowinart, möchte ich sagen.
00:39:54: Weil das jetzt eine ganz andere Generation ist, aber die haben es auch bis zur Arbeit nicht mehr weiter.
00:39:58: Die sind zu kionieren der ersten Stunde halt auf diesem NFT-Feld kommend Und bis heute haben sie keine einzige insiduktionelle Ausstellung gehabt oder Ausstellungsteilnahme gehabt, also unsere große Ausstellung mit Rieseninstallationen die wir uns hier in Mainz gezeigt haben.
00:40:18: Also es ist nach wie vor wichtig dass wir uns mit diesen Leuten auseinandersetzen und auch mit der Geschichte der Digitalen kommt, weil diese ja haben wir vollkommen verdrängt aus dem Museumsgeschäft.
00:40:30: Ich glaube, dass das auch viel damit zu tun hat.
00:40:32: Dass es einfach keinen Markt gab und dadurch, dass der Markt das nicht aufnehmen konnte, gab es auch nicht so viele Mitstreiterinnen und Mitstreitern die sich auch noch dafür eingesetzt haben.
00:40:41: ich glaube, das ist oft unterschätzt wird.
00:40:46: Hast du die Lin Herschmin mal besucht?
00:40:48: Ja sie besuchte jetzt.
00:40:49: also ich bin ja in drei Wochen hier in San Francisco und dann gehen wir durch ihr gesamtes Archiv und überlegen welche Arbeiten wir in Linz entkommen.
00:41:01: Nimm uns mal kurz mit.
00:41:03: Was steht sie und was ist sozusagen das, was die Besonderes macht?
00:41:08: Sie ist ja auch eine Generation aus der... Da kann es doch keinen Fernseher.
00:41:16: Schwarz-Weiß-Fernseher, da kann der Farbfenster her.
00:41:19: Natürlich ist das alles sehr monitororientiert.
00:41:22: Und sie hat jetzt versucht genauso wie Peter Weibel halt einfach versorgt als auszureizen.
00:41:26: Was gibt es mediumherr?
00:41:27: Und sie ist halt auch eine Figur, die durch alle Medien gegangen ist.
00:41:32: Weil von wie die Rekordern weg also über Kameras... Also diese in jedem Medien am Ende zu Hause ist unglaublich flexibel.
00:41:43: Diese Flexibilität zeigt sich ja heute noch und es ist ein Drehverwunderts wenn man an Arbeiten von hier sieht und sie gleichberechtigt neben einem schon beigestellt dann ist das etwas Vollkommens selbstverständliches und auch vielleicht noch Arbeit von Peter Weibel dazu.
00:41:59: Das ist etwas, was ja eine Selbstverständlichkeit ist, aber mit einer Selbstverständlichkeit als in der Grundgeschichte, aber keine Selbstverständigkeit im Museum leider immer
00:42:07: noch nicht.
00:42:08: Und wie meinst du kommt es das dann?
00:42:13: Wie übersehen oder wieder entdeckt werden muss?
00:42:18: Ich glaube dass sich also digitale Kunst ist durchaus auch ein Geschäft, mit dem sich im Museen in erster Linie auseinandersetzen soll Weil, nämlich wie du auch erwähnt hast, ich sehe das ja genauso, ob er sich auch miterlebt.
00:42:27: Wenn man sagt, dass in den Anzigerjahren ganz zu einem erstarkenden Malerei und natürlich unter Kunstmarken hat er auch reagiert und es ist einfacher sein Gemälde zu verkaufen als ein digitales Konfliktwerk.
00:42:40: Ob das jetzt eine MFD ist oder ob das jetzt ein Werk ist, das man auf einer CD oder von der DVD gespeichert hat, gemäldet hat.
00:42:48: einfach durch seine physische Präsenz, durch die Wahrnehmungsmöglichkeiten, die man hat ist das einfach ein ganz anderes Medium als eine digitale Kunst.
00:42:59: Und ich glaube, es ist einfach die Ursache.
00:43:01: und darum meine ich eben, weil digitale Künste – es ist Ausbringung unserer Gesellschaft – ist wichtig, spielt für die Kunstgeschichte also eine ganz entscheidende Rolle und daher ist es wichtig, dass sie in erster Linie mal vor allem nach Museen oder Institutionen mit digitaler Kunst auseinandersetzen.
00:43:17: Weil es am Ende nach wie vor noch ein Minderheitenprogramm
00:43:19: gibt Ja, was interessant ist, weil eigentlich die Künstlerinnen und Künstlern ja immer sich mit allem... wie du das gerade beschrieben hast.
00:43:29: Dann gab es auf einmal den Campcorder und dann fällt er den Tony Ursglas und Dara Birnbaumes und den Grams in die Hände und dann arbeiten sie damit und eigentlich beschäftigen sich Künstlerin und Künster natürlich immer mit dem aktuellen Möglichkeiten Und die gilt es eben auch zu zeigen und zusammen und zu dokumentieren.
00:43:50: Vielen Dank, dass du uns mitgenommen hast auf deine Reise und uns ein bisschen Ausblick gegeben hast.
00:43:56: Es bleibt spannend!
00:43:57: Und
00:43:57: die Lynn Hirschmann-Ausstellung ist wann?
00:43:59: Bis nächstes Jahr beginnt im September.
00:44:02: Super also in einem Jahr von jetzt
00:44:04: dann gutes
00:44:05: Archiv stöbern und vielen dank
00:44:06: für das Gespräch.
00:44:07: Danke Johann als Leber nach Berlin.
00:44:12: Was mit Kunst?
00:44:13: Ein Podcast von
00:44:14: und mit Johann König.