00:00:00: Ich bin nicht so in dem Punkt, wo ich sage alles sollte irgendwie nachhaltig sein oder sowas.
00:00:05: Das ist nicht den Punkt was mich interessiert mit Kunst aber das Begriff und wie es verwendet wird interessiert mich.
00:00:11: also man sieht viel von bestimmte Werden die sagen sich spiegelt in diesem Begriff
00:00:17: Was mit Kunst?
00:00:18: Ein Podcast von und mit Johann König
00:00:22: Heute zu Gast beziehungsweise in der Wiederholung Tour Greenford da ja eine fantastische Ausstellung in der König Galerie Sankt Agnes Eröffnet hat und zwar Wunderkammer, eine Ausstellung mit Cianotopin.
00:00:35: Also das sind sowas wie ne Art Vorphase von Fotografie die wurde erfunden um Algen und andere Pflanzen zu dokumentieren.
00:00:44: Glasobjekte Also wirklich eine Kapelle, die sich dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier widmet.
00:00:50: Sehr ähnlich eigentlich zu seiner Arbeit bei der Dokumenter von Katharina Wied damals in Haus für Pflanzen und Menschen.
00:00:56: wie auch immer Tour Greenford im Gespräch mit Kunst.
00:01:00: Viel Spaß!
00:01:01: Tour.
00:01:01: wir haben uns vor über zwanzig Jahren auf der Städelschule in Frankfurt kennengelernt.
00:01:06: da hast du einer Arbeit gemacht Eine Falle aufgestellt In der Daimler Straße so heißt auch die Arbeit Daimlers Straße Und zwar hast du eine Fotofalle gebaut mit Supermarktwürstchen, die das Ziel hatte, Füchse in der Stadtleben zu dokumentieren.
00:01:27: Du arbeitest immer sehr ortsbezogen aus der Situation heraus und manchmal fast eher so ein bisschen wie ein Wissenschaftler.
00:01:36: Wie bist du überhaupt zur Kunst gekommen?
00:01:39: Warum hast du angefangen, Kunst zu
00:01:40: machen?".
00:01:42: Das ist ja zwei Fragen eigentlich, weil der erste so wie ich zum Kunst gekommen bin war wegen meinen Eltern.
00:01:49: Die haben alle gemalt und Keramik und ganz viel kreatives gemacht und deswegen war das lag es mich immer sehr nahe und ich habe sehr viel gezeichnet und viel gemalt, eine ganze Kindheit.
00:02:04: Und irgendwann in Volksschule habe ich auch diese Gedanke gehabt dass man Also man könnte ein Künstler sein, also so als ein Lebensberuf oder einen Weg in Leben.
00:02:17: Und so hat das angefangen!
00:02:19: Aber deine Eltern haben nicht von ihrer Kunst gelebt?
00:02:23: Nee, also nicht direkt rein aber immerhin hat mein Mutter viele Ausstellungen gehabt und auch Werken verkauft weiß ich noch... Mein Mutter hat eine Ausstellung.
00:02:34: wo ich war vier Jahre alt hatte ich eine Zeichnung dabei ein Artikel darüber, wo ich mit meiner Mutter sitzen und Stolz eine Zeichnung zeigte, die ich ausgestellt hatte in der Ausstellung.
00:02:51: Das war schon sehr, sehr früh!
00:02:54: Wie ging es dann weiter?
00:02:55: Du hast in der Volksschule verstanden das ist ein richtiger...das kann Berufs sein?
00:02:59: Ja genau oder ein Traum davon so dass man sich mit Kurs beschäftigen hat.
00:03:05: Und das waren Möglichkeiten im Leben.
00:03:07: Und hast dann auch angefangen zu malen, bist aber schnell weggegangen wieder von der Malerei?
00:03:12: Ich bin noch nie vom Malerei weg gegangen.
00:03:19: Also ich stehe nicht und malen... ...aber ich würde nicht sagen dass ich nicht malen.
00:03:24: Aber das ist natürlich nichts was ich wovon ich bekannt bin als Künstler.
00:03:30: Okay das heißt du malest, aber du zeigst deine Gemälde nicht!
00:03:34: Also so seitlich nein.
00:03:35: Auch in den letzten Ja, in den letzten zwanzig Jahren.
00:03:40: Aber du weißt es ist eher so von Gefühl her oder als Antwort.
00:03:44: Ich glaube das geht nicht darum um Malen oder Nichtsummalen aber rechtlich.
00:03:49: ich fand es spannend mit Kunst in einen ortsbesorgenden Kunst Form zu angehen oder damit zu arbeiten einfach um diese Real-Situation also dass White Cube oder einen Rahmen gibt, sondern dass das Kunst sozusagen sich in eine Öffentlichkeit explizieren und da auch so gelesen werden.
00:04:17: Also dass man nicht unbedingt weiß ob es Kunst ist oder nicht.
00:04:20: Das interessiert mich diese Öffentlichkeitsbegriffen.
00:04:23: Also eine andere Arbeit, die du damals als Student noch gemacht hast war ein weißen Raum aufzustellen.
00:04:29: Und wenn jemand in den Raum ging, hast du die Person eingeschlossen und dann von oben dokumentiert wie sie sich verhält also ob sie ausbricht oder wie sie quasi mit dieser Gefangenheit umgeht?
00:04:40: Ja das ist ja so eine klassische Konzepttoile angehen.
00:04:45: Man dreht die Regeln für den Raum um.
00:04:48: Das ist nicht nur ein Y-Cube Ein Ort, wo man reiner rausgehen kann.
00:04:53: Sondern das wird zu meiner ... ... Eingefangenheit.
00:04:56: Das wird eine ... ... ein plussig.
00:04:58: diese Konfrontation und die Frage war Kann man so was machen?
00:05:02: Darf man sowas machen?
00:05:04: Und es hat viel Künstlern gemacht.
00:05:06: Es gibt mehr an Arbeiten von der Idee dass man die Leute in den Ausstellungen einsperren und schauen wie sie dann rauskommen.
00:05:14: Das schon ein paar Mal passiert.
00:05:16: Für mich war das eher so eine Reaktion auf Elmgren und Trax jetzt Weikubearbeit.
00:05:22: Und wir waren viel Exchange-Students und wir sollten deren Arbeit sozusagen aufbauen, uns selber da ausstellen.
00:05:31: Und diese Aufbauung war sehr schwierig weil es kam mit sehr präzise Vorgaben wie sein sollte Und das konnte wir halt nicht als Studenten machen.
00:05:41: Also was schon sehr gut, wir kamen sehr nah in den Zeit die Studenten also auch mit unserer Arbeit und ich war so in einer Situation wo ich wollte nicht alles zeigen.
00:05:52: Ich musste irgendwie etwas machen und die Tage vorher hat man nur einen Raum gebaut.
00:05:58: So für mich war es so.
00:06:00: mein Arbeit war Elmgren-Dragesitzraum irgendwie.
00:06:04: wie soll ich damit umgehen?
00:06:05: Und dann gab es so zwei Quartoren und die habe ich an dem Tür einen Raum eingebaut.
00:06:16: Dann kamen sie rein, das war ein paar Stunden vor der Öffnung.
00:06:22: Heute gesagt hat man Arbeit und sie kam rein und waren so da ist ja nichts.
00:06:26: Da bin ich raus und hatte den eingesperrt.
00:06:29: Das von oben mit dem Video fotografiert.
00:06:33: Es gab so eine sehr schöne ... Alte Leuchtkronen oder so, die im Traum da gehängt hat.
00:06:40: Oder ein Lautsbrecher war das.
00:06:41: Ein sehr modernes Teil und es gab so einen Haken mit einem Wire, die können wir runter- und hochfahren.
00:06:48: Und dann habe ich die Kamera dann plassiert und die Kamer fahren dann so langsam runter und nimmt auf was passiert in dem Ich dem einsparen.
00:06:59: und wie würden sie dann daraus kommen?
00:07:08: Als Künstler Droh arbeiten seit nineteenhundertfünfundundneunzig Michael Elmgreen und Inga Druxit unter den Namen Elm Green and Druxet zusammen.
00:07:17: Projekte wie eine nachgebaute Prada-Boutique in der texanischen Wüste oder ein scheinbar aus dem Boden brechen des Wohnwagengespannen inmitten einer noblen, meilende Einkaufsgalerie haben sie einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht.
00:07:31: In ihrer künstlerischen Praxis erforschen die skandinavischen Künstlern Fragen nach Identität und Zugehörigkeit.
00:07:37: Mit ihren Arbeitsmethoden stellen sie oft konventionelle Formen des Ausstellungsmachens infrage und transformieren damit die Konventionen des White Cube Galerie-Raums.
00:07:47: Ein Beispiel?
00:07:48: In der Ausstellung in der White Chapel Gallery, verwandelten Sie den Galerieraum in ein verlassenes öffentliches Schwimmbad das eigens für die Ausstellung realisiert wurde.
00:07:59: Der White Chapel Pool ist fiktiv auf das Jahr nineteenhundert eins datiert und steht mit der Gentrifizierung des Londoner East End in Verbindung.
00:08:08: Elmgreen und Draxit haben auch zahlreiche öffentliche Skulpturen realisiert.
00:08:12: Im Jahr eight schufen die Künstler das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, dass dauerhaft in Berliner Tiergarten zu sehen ist.
00:08:22: Ihre Arbeiten wurden auf Bienalen in Bangkok, Istanbul, Guangzhou und der Venedig-Bienale gezeigt wo sie zwei Tausendneuen für ihre Ausstellung The Collectors im nordischen und dänischen Pavillon eine besondere Erwähnung erhielten.
00:08:41: Aber beide Arbeiten, die wir jetzt kurz angerissen haben sind ja sehr experimentell so wie bis heute viele deine arbeiten.
00:08:48: Wann hast du denn gemerkt dass Kunst nicht nur Zeichnung Malerei Fotografie ist auch wenn du viel fotografisch arbeitest?
00:08:56: Wann Hast Du begriffen das Kunst mehr als Malerei und Skulptur?
00:09:04: Ja also es war eine Frage über das Medium und besonders auch in Relation zum konzeptuellen Kunst.
00:09:14: Also einen anderen Ansatz, diese sagen raus aus dem Kunstraum in Öffentlichkeit was machen oder überhaupt hinterher fragen.
00:09:22: also Lawrence Wiener hat diese Sätze gemacht.
00:09:27: das geht um die Idee von Kunst und nicht darum wer das macht.
00:09:33: Und diesen Ansätzen war so ein Weg, womit man sich wieder mit Kunst beschäftigen könnte und nicht das Objekt von Kunst.
00:09:43: Das ging um eine Dematsrealisierung von
00:09:47: Kunst.".
00:10:03: Aufgewachsen in der South Bronx waren für Weiner die Notizen an der Wand oder die Botschaften, die andere Menschen hinterlassen haben – Kunst.
00:10:11: Weiner befasst sich seit seinen Anfängen mit dem Material Sprache, die er wie ein Bildhauer bearbeitet.
00:10:17: Weinar gehört damit zu den Vorreitern der neunzenhundertsechziger Jahre, die Kunst als Sprache präsentieren.
00:10:23: An den Wänden wird sie zu einer physisch erlebbaren nahezu greifbaren Existenz, die Weiner in jeder Form und Farbe ausstellt.
00:10:31: Lawrence Wiener's Texte sind an allen möglichen Orten erschienen, an Wänden und Fenstern von Galerien.
00:10:37: Und im öffentlichen Raum als gesprochenes Wort in Tonaufnahmen und Videos, in gedruckten Büchern und Plakaten und in gegossenen oder geschnitzten Objekten.
00:10:47: Doch seine Werke sind nur vermeintlich ortsbezogen.
00:10:50: sie beziehen sich auf sich selbst betreiben elliptische Sinnwanderungen und spielen klug auf Gesellschaft Politik und die Stellung der Kunst an.
00:10:58: Wiener´s Nineteinundsechzig erschienenes erstes Buch, Statements in dem er mehrere Projekte beschrieb gilt als eines der bedeutendsten Werke dieser Zeit zur Konzeptkunst.
00:11:14: Und diese Ansatz fand ich eben total spannend weil ich auch mich dann... Ich habe mich immer da gefragt was soll ich eigentlich machen so?
00:11:25: Was interessiert mich und wie sehe ich was Kunst kann im Unterseid Also diese ganz fundamentale zu fragen.
00:11:35: Und das hat mich interessiert, nicht so sehr auf einen Medium zu schauen sondern eher wie konnte ich die Ideen umsetzen oder was wir würden das dann überhaupt Sinn machen?
00:11:48: So auf den Punkt!
00:11:53: Das kam ja eher so, fand ich auch so eine Krise heraus.
00:11:57: Also ich bin, kam auf einen Maler-Schule in Dänemark und wir hatte auch sehr viele gute Professoren die einen anderen Kunstansatz hatten also von einem konzeptuellen und institutionellen Kritik und so ein Kunst das sich mit dem Öffentlichkeitsbegriff sehr sichtbeschäftigen und ein sehr kritischer.
00:12:22: Und als ich nach Frankfurt kam, war ich so was kann ich machen mit einen anderen Ansatz wo ich sozusagen Arden-Research also Untersuchungen halt erst eher in so ein Art von Journalism oder so.
00:12:35: Also ein Weg womit man sich mit einem Themen beschäftigen und dann kommt eine Form.
00:12:41: das war so mein Angehung.
00:12:43: Deswegen waren es ganz viele verschiedene Arbeiten raus eigentlich am Anfang.
00:12:50: Für mich war das eine Erscheinung oder ein Vision und ein Probe dafür, um so einen Kunstmachen zu machen.
00:12:58: Das war dieses Verhältnis zur Natur, also die direkte Umwelt und besonders den lebenden Welt, also Tieren, Pflanzen, Mikroorganismen... Das war eigentlich mein Thema, also diese Faszination von Naturlebnis.
00:13:18: Und in größer Kontext waren natürlich die Fragen der Umwelt und Umweltversmutzung zum Umweltsbewegungen zu den Krisen, die ökologischen Krise, in denen wir uns befinden.
00:13:30: Weil das war seit immer eine sehr bedeutende Geschichte für mich.
00:13:36: Also das war DIE Geschichte würde ich sagen – die Frage der Umwelt!
00:13:41: Du hast auf der Dokumenta auch mit einem Projekt teilgenommen.
00:13:44: Vielleicht kannst du dir mal erzählen, was du da gemacht hast?
00:13:47: Ja ich wurde eingeladen angefragt um mich eine Ausstellung mitkurzieren würde wo ich sozusagen eher meine Rolle als Künstler ein bisschen so auf der Seite liegen und mich dann als Agent für eine Idee zwischen Personen, zwischen Dekoratoren und Künstlern.
00:14:11: Und die Idee war, Donna Haraways ziemlich komplexe aber und herausfordernde so ein Paradiemisch-Shift über unsere Relation zum Umwelt oder zum anderen Lebenwesen.
00:14:28: also diese Idee von Multispecies, so eine Connectivity Das wollte die da in eine Ausstellung zeigen für alle, aber von einem künstlerischen Perspektiv.
00:14:43: Und die Idee war ein Reihe von künstlere Projekten zu zeigen, wo ein Tier vorkommen wurde – also wo da ein Dialog ist wie so ein Künstler und Tier.
00:14:54: Wir haben geschaut, wie können wir einen Filmprogramm machen?
00:14:57: Wie können wir eine Sammlung von Büchern machen und Bilder
00:15:01: usw.?
00:15:05: Tieren in den Kunst, können wir sagen.
00:15:07: Aber am Ende hast du ja ein richtiges Haus realisiert wie so'n Pavillon?
00:15:11: Ja das war sozusagen der größte Zeile von diesen Arbeit.
00:15:14: In meiner Sicht war es dass ich eine Pavillon im Ende vom Park gefunden hatte die in einen kleinen See steht und also die Idee war ja Dokumenterreizehn war so gemerkt ganz viele Pavillonen im Park gestellt wurde und Künstlern konnte mit diesen Pavillons umgehen.
00:15:36: Und die fand ich nicht besonders toll, diese Pavillonnes.
00:15:40: So Holz-Hütten
00:15:43: wie so Container?
00:15:45: Nein eben nicht!
00:15:46: Das war eher ein richtiges Holz in den Hüte.
00:15:55: Also Holz mit vier Fenstern oder einen kleinen Dach
00:16:00: Wie ein Widecube, der in der Gartenlandschaft rumsteht.
00:16:03: Ja aber eben nicht eher so als eine Entschreppe oder eine Hütte.
00:16:08: also wir heißt es in Deutsch einen kleinen Haus, so ein Holzhaus sehr kleine romantische so in Obio Romantik
00:16:15: Klar, aber dann doch ein Weiß was irgendwie so dieses komische Museuminstitutionelle wiedergespiegelt hat.
00:16:21: Das war von jeder Künstler zu entscheiden das man mit denen auch mitten außen machen.
00:16:26: Für mich war es den Punkt, dass ich diese Pavilion gefunden hatte die original zu dem Park gehört und die war früher ein Haus für Schwarze Svanen.
00:16:41: Die sind nicht mehr da, aber das fand ich interessant dass ein Haus schon eine Tierrelation hatte, die so eine idealisierte Parknatur.
00:16:53: Aber da haben wir dann zersättelig einen Boden eingebaut, weil das war ohne Boden nur auf eine Wasser für die Schwanen und einen kleinen Stück Holz, worauf sie sitzen konnte.
00:17:04: Da haben wir den Boden eingebaute und dann eine kleine Cinema, also ein Filmprogramm gehabt haben Und dann vier Computern mit diesen ganzen verschiedenen Projekten von Künstlern.
00:17:21: Videos, Fotos, Interviews...
00:17:25: Du hast auch bei den Skulpturprojekten im Münster mitgemacht?
00:17:28: Ja!
00:17:28: Das ist eine Ausstellung, die meinen Vater mit dem Klaus Brussmann vor... ...vierzig Jahren glaube ich?
00:17:34: Genau oder noch länger her?
00:17:37: Einen bis... Einen und siebzig?
00:17:43: Ne!
00:17:44: Und auch da hast du eine Intervention, sag ich mal gemacht die sich auf die Situation vor Ort bezieht.
00:17:52: Ja das war für mich sehr spannend weil Münster ist sehr eng verbunden.
00:18:04: oder die Identität von Münster ist ein Landwirtschaft.
00:18:08: Da ist eine große Landwirtschaft, eine sehr stolze Landwirtschaft und die Umgebung von Münstern entspricht auf den Kulturlandschaft also die gleiche Problemen, wo ich auch in Dänemark aufgewachsen bin.
00:18:22: Also die Verhältnisse zwischen Landwirtschaft ist ein großflächiges See, also die gebaut wurde.
00:18:38: Der ist sehr nicht besonders tief, der ist zwei Meter tief und als ich den ersten Mal da war, hat diesen ASEe angeschaut was sehr wichtig für den Skulpturprojekt ist.
00:18:50: Da sind sehr viele Projekte um den See herum und was ich erlebt haben war dass ein See extrem versmutzt war von blau-grünen Alken.
00:19:02: Also Alken und ich kenne das von vielen Situationen, dass das Sehen versmutzt wird mit Alken Und es kommt davon, dass da sehr viele Nährstoffe was man als Runoff nennen also aus den Feldern Mit dem Regen in den See gelangen.
00:19:24: Hier führt es so eine Aufblühung von diesen Alken Weil die optimale Verhältnisse haben viel Sonne, also viel Licht und warmes Wasser.
00:19:37: Und viele Nährstoffen.
00:19:40: Die wachsen dann so einen großen Punkt.
00:19:42: Das ist ja ein Zeichen davon, dass den Agrar wirtschaft wie.
00:19:49: es ist extrem intensiv und das eine Riesenversmutzung von unserem Wassersystem generell ist.
00:19:57: Und das Wasser ist gekippt, ne?
00:19:59: Ja, das kippt ja.
00:20:00: Das passiert dann und das ist das was man Eutrophierung nennen mit so einem wissenschaftlichen Namen diese Prozess und es ist eigentlich ein natürliches Vorkommen, was auch in Seen passiert aber über mehr than hundert Jahren und mit den Agrarwirtschaftspassiertes aber ganz schnell.
00:20:20: und man muss halt da die Nährstoffe begrenzen in den Seen fließen.
00:20:27: Und das haben die nicht im Griff da, weil es dann auch ein künstliches See ist.
00:20:32: und was sie gemacht haben war also die Stadt hat diese Versmutzungssituation anzugehen dass man das begrenzen, dass wir eine andere Agrarkultur machen.
00:20:46: Dass
00:20:46: die Gülle nicht mehr ins Wasser geschüttet wird?
00:20:48: Genau!
00:20:49: Anstatt das zu verhindern...
00:20:50: Da haben sie dann einen Filter angebaut und lassen die Klinikale direkt in A, den kleinen Fluß-A rein.
00:21:01: Das ist ein Eisenbreitchlorid.
00:21:04: Nicht besonders gefährlich aber es hat so einen ganz anderen pH-Wert.
00:21:08: Und das bindet halt die Phosphaten Damit, dass die Phosphaden den Dienerstoff nicht in See gelangen.
00:21:20: Das kann man machen aber das ist normalerweise nicht etwas was man im offenen Land machen würde.
00:21:28: Man würde das in einem Tank oder kontrolliertes Kläranlage machen.
00:21:33: Oder in dem Swimming Pool?
00:21:36: Ja genau!
00:21:36: Also ein geschlossener Kreislauf.
00:21:38: Aber hier ist es ein Offene.
00:21:39: Es geht direkt zu Marseille.
00:21:41: Und was damit passiert, das steht zwei Kilometer vom ASEE.
00:21:45: Diese Anlage ist ein Riesentank und der diffusiert sozusagen ständig diese Chemikalien ins Wasser.
00:21:53: Dann sieht den See okay aus – das ist noch sehr grün aber da ist nicht die extreme Situation von Alken.
00:22:01: Aber
00:22:01: es ist rein optisch?
00:22:02: Ja, das rein kosmetische Verbesserung.
00:22:04: Genau!
00:22:04: Das war das, was mich interessierte auch, dass diese Anlage in sich selber eine Skulptur ist Als ich so versucht hatte, ein Verbindungswissen Skulpturprojekte Münster.
00:22:18: Diese Umweltsituation, diese Versmutzung also den Agrarkultur und versus dieser Kunstprojekt auch in der Stadt da war dieses Tank für mich.
00:22:29: was die Stadt gebaut hat das war mein Skulpturen.
00:22:33: Ich habe überlegt wie kann ich das sozusagen in den Skulpturprojekt reinbringen als zwei Kilometer weiter rein?
00:22:39: Man hat diese Gegenform gefunden in den Gülle-Zank von Agrarkultur.
00:22:48: Also, man fahren sozusagen die Gülle von Schweine, die Massentierhaltungen da wird die Güle eingesammelt und diese Gülle muss man auf die Feldern bringen.
00:23:02: Und hier ist dann ein interessanter Punkt weil eigentlich ist ein Aussage, von was ich damit machen wollte war das Landwirtschaft ist industrialisiert worden.
00:23:13: Es ist eine Industrie, dass es nicht mehr Landwirtschaft.
00:23:16: Das ist so eine Diskussion die man führen können und ich habe einen Gületank bekommen von einem Produzent in den Region da.
00:23:27: der hat vierzehntausend Liter Güle kann zu viel Güle rausfahren.
00:23:34: Also extrem große Tank mit vier Riesenrädern.
00:23:39: Und der Tank ist so drei Mann hoch oder so, das sind riesen Teil und die haben wir mit einem... Die habe ich dann sozusagen ein Pangdang, eine Version von diesem System.
00:23:52: was die Stadt gebaut hatte, hat sich mit dieser Zange umgesetzt als eine klassische Bild von Parkbild, die den Wasserfall oder den Fontäne.
00:24:05: Und der Fontäner ist so ein Bild von einem Wasserverlauf, was ein Wasserfall, ja?
00:24:09: So einen künstlichen Wasserfall irgendwie und diese Form fand ich spannend in dieser klassischen Park Ästhetik da reinzubringen.
00:24:20: Da ist so an einer kleinen Plattform, die in den See eingebaut ist und da haben wir diese Maschine hingestellt hat dann einen Eisendreik-Tank auf den Gületank reingestellt.
00:24:32: Und der hat langsam diese Chemikalie in den Fontäne, was hinten sozusagen normalerweise Güle auf dem Fels brüht.
00:24:39: In diesem Fall war das Wasser vom See.
00:24:42: Ich hatte so ein Fontänen gemacht mit dieser Tank.
00:24:47: Also du hast im Prinzip auch die Geschichte des Skulpturprojekts insofern aufgenommen dass sie am Anfang zu viel Kritik geführt hat und mittlerweile eines der wichtigsten Elemente des Stadtmarktings ist, für viele Touristen sorgt.
00:25:04: Und hast diesen künstlichen AC, der unter der Gülle leidet.
00:25:10: aber gleichzeitig profitiert die Stadt natürlich von der industrialisierten Landwirtschaft und den Leuten geht's verhaltenesmäßig sehr gut in Münster.
00:25:18: Dann hast du quasi auch dieses klassische Motiv eines Berundens oder einer Fontene, die ja auch für Skulpturen öffentlichen Raum irgendwie steht.
00:25:28: Realisiert und quasi da eine aus existenten Elementen ein Kommentar gebaut der dann über die Zeit der Ausstellung da aktiv wasser in den See gespritzt hat mit diesem Eisenklorid.
00:25:48: Ja, ich fand diese Ansatz von Skulpturprojekte, diese zehn Jahre Zyklus und auch den Fokus auf Skulpturprojekt sagt es sogar also ein eher projektorientierte Prozess oder was auch immer aber eine sozusagen ein expandiertes Feld der Formatskulptur.
00:26:12: so habe ich Casper's Projekt verstanden.
00:26:15: Das war für mich auch Michael Aschers Arbeit mit den Campingwagen usw.
00:26:23: War das für mich so die Art und Weise von Kunstprojekt, was mich interessiert hat?
00:26:30: Das war natürlich eine sehr spannende Aufgabe da ein Projekt für Skulpturprojekte zu machen.
00:26:40: Und es war mir klar, dass diese See ... Also das war auch diese Bild von dem Katalog von SiebenundSiebzig.
00:26:48: Da sieht man auf den Cover Skulpturprojekte und die Buchstaben ist aus, es ist ein Bild Und die Bild ist in A C mit Claes Altenbergs Eight Bolts und einen kleinen Segelboot in den Hintergrund und dieser idyllische romantische Parklandschaft.
00:27:09: Das war sozusagen mein Wenn ich das konnte, würde ich über den See arbeiten als eine biologische Welt.
00:27:21: Also ein Bild und eine Estetisierung von Natur auch.
00:27:26: Das kamen direkt so diese zwei Verbinderungswissen aus dem Güllewagen als Kultur, als Brunne und dann den See.
00:27:37: Das war eher das Hauptidee für mich.
00:27:42: Es war spannend zu sehen, wie wird diese Gületang sich einschreiben?
00:27:50: Wie wird das verstanden?
00:27:51: dann natürlich auch?
00:27:54: Jetzt eröffnest du eine Ausstellung in München in der Ehrungsstiftung.
00:27:58: Vielleicht würdest du das noch mal erzählen was du da machst.
00:28:04: Mit Ehrstiftung habe ich mit Sabine Adler lang mich über den Zähmen von Alken unterhalten.
00:28:14: Es wird in München umfällt, sehr viel studiert wie Alken so sagen Bio, Benzin oder Diesel also wie man einen Brennstoff aus Alken machen kann und Algenstedt für mich so als eine von Tieren oder von Lebenwesen, die mich interessiert.
00:28:39: Weil sie sind androgyn und haben anderen Lebensweise wie wir.
00:28:47: Die sind extrem produktiv.
00:28:49: Sie sind ein riesen Welt, also auch eine große Formwelt.
00:28:55: Und hat so viele Qualitäten, die wir noch nicht so richtig ... erkennen oder haben, wir haben noch nicht erkennt wie wichtig die sind zu sagen.
00:29:06: Oder was man damit machen können.
00:29:09: und das ist dann ein Thema die ich auch lange mich mit verschiedenen Glasobjekten versucht anzugehen.
00:29:19: also es gibt einen Ein Algel, die heißt C-Salat.
00:29:25: In den ist Sysolate auch in Lazine ist das Ulber und da sieht er aus wie ein Salatkopf, der unter Wasser steht.
00:29:37: Ganz grün und fein kann es sein!
00:29:39: Und die habe ich in Glas gemacht.
00:29:42: so ich zeige eine Serie von diesen Arbeiten zu verschiedenen Versionen davon Und wir haben in den Umwelt von München Proben, Filtrationen gemacht von Alken und zeigen diese auch als Arbeiten in die Ausstellung.
00:30:01: Dann ist ein Plan das wir eine Form von Mikroskop, also eine kleine Labor-Situation in der Ausstellung haben wo man mit Mikroskop und seine eigene Handy Aufnahmen machen können von Algen.
00:30:18: Also die mikroskopische Welle sozusagen in die Ausstellung reinbringen.
00:30:22: Du hast in der Vergangenheit schon mit Glas gearbeitet und zwar hast du dich auf die Murano-Glasproduktion in Venedig bezogen, die zum einen unter der chinesischen Importware leidet und gleichzeitig venedig unter der Erwärmung des Meeres leidet und der Tourismus eingeschränkt ist dadurch, dass es so wahnsinnig viele Quallen gibt.
00:30:49: Vielleicht würdest du dazu noch mal was erzählen?
00:30:51: Dass man versteht wie du so denkst und agierst.
00:30:53: Also so wie bei Skulpturprojekten Münster dann ist die Ansatz für mich wieder mit Glas zu arbeiten.
00:31:01: Das hier geht eher um Repräsentationen.
00:31:04: Ich hatte einen Arbeit von Plaskers gesehen das ist also Vater und Sohn Plaska.
00:31:13: Die hat im letzten Jahrhundert so sehr einen großen Erfolg mit Glasarbeiten von Marienleben.
00:31:20: Und die sieht man in viele Sammlungen, also naturhistorische Sammlung und ich war davon fasziniert von den Handwerk in diesen Glasarbeiten.
00:31:29: das ist erstaunlich einfach diesen extrem schön!
00:31:35: Als ich eine Ausstellung hatte in Sechseschon in Wien war ich fasziniert von, es gibt am Eingang sehr viel Medusa-Köpfe.
00:31:47: Also Medusen sind auch Goplen und Tjeli Fisch.
00:31:50: also die Qualen sind ein Medusa.
00:31:54: Und da wollte ich dann für diese Ausstellung eine Arbeit machen über den Glaskunst, also den Form mit Glas, diese Qualen in Glas zu machen fand ich so direkt interessant und besonders weil Da in den Zeit gab es diese Vorkommsten von sehr viele Quellen, von einer Feuerquelle die direkt an der italienischen Küste gelangen ist.
00:32:22: Die Badestrente wurde geschlossen weil da so viel von diesen Quellen war und gleichzeitig gab es hier diese Warnung von Klimaveränderungen.
00:32:35: Es gibt eine Verbindung dazwischen, dass die Gorbeln sich sehr gut vermieren mit diesen neuen Klima-Änderungen.
00:32:42: Also mehr Wärme und das Wasser wird wärmer und es entsteht auch ein Aufblühen von Alken wegen anderen Versmutzung.
00:32:52: Und das ist alles so was, was deren überleben fördert.
00:33:01: Die blühen dann auf.
00:33:02: Da kommen ganz viele Quallen in Wasser.
00:33:06: Das war eine Xpannen zusammenzubringen mit dem Kitsch von Glas mehr oder weniger, was man so von Morano-Glas in Venedig sieht.
00:33:16: Das ist ein Stadtbild, das ist Glas überall und es gibt diese Briefgewichte und ganz kleine Quallen, das sind so ein Probleasbild.
00:33:26: So ich dachte, dass wäre interessant, eine Kopie zu machen von einer dieser Feuerquellen mit Morano-Glas und wir haben dann so eine große, viele Version davon gemacht.
00:33:42: Interessanterweise ist es eher so ein Bestellungsaufgabe.
00:33:46: ich mag da ein paar Fotos zeigen was sie gerne will aber ich treffe mich nicht mit dem Glasmacher das macht man nicht mit Moranogas.
00:33:54: also immer zwischen Verhandlern zu sagen ja und so ist diese Arbeit entstanden.
00:34:02: Was ich so an deiner Arbeit schätze, ist dass du Missstände oder diese komplexen Zusammenhänge ästhetisch aufzeigst.
00:34:13: Aber ohne den erhobenen Zeigefinger sondern eher mit einer künstlerischen Neugier dem nachgehst.
00:34:23: aber es ist natürlich jetzt ohne Frage Fragen sich jetzt viele bestimmt okay aber wie kann man das verkaufen?
00:34:33: oder wie ist das quasi als künstlerische praxis vor allem wenn sie immer so auf die situation bezogen ist ja verkäuflich.
00:34:44: Ja gute frage johren
00:34:46: musst du antworten.
00:34:47: also
00:34:48: das ist ja die spann das ist ein bewegtgrund.
00:34:52: auch so zu arbeiten würde ich sagen weil es alles ist doch verkaufbar.
00:34:58: eigentlich.
00:35:00: Die Frage ist, ob man zu sagen ein... Das ist eine Herausforderung auch für Gesamlern und für den institutionellen Rahmenungen sozusagen die Bedingungen für Kunst.
00:35:13: Und ich glaube diese ortsbesogene Kunst als Format hat so... in sich diese Kritik, so wie es auch formal funktioniert.
00:35:26: Das ist ja eine Herausforderung für beide, würde ich sagen.
00:35:31: Natürlich ist das möglich, Zertifikate zu machen und jetzt weiß man auch mit einem NFT, also man könnte viele i-Arte machen, wie man ein Situation einen ganz ephemeralen Sache sozusagen als Kunst definiert und irgendwie auch verkäuflich macht.
00:35:51: Aber findest du das, wenn ich jetzt zum Beispiel an die Arbeit der Münster denke?
00:35:55: Die behalten natürlich dann eher die Klasse Oldenburg-Kugeln.
00:35:59: Die hat die Stadt da gekauft als ein Projekt wie Deins was irgendwie auch auf eine gewisse Misspolitik hinweist.
00:36:08: Ja ja!
00:36:10: Auch
00:36:10: als Form ist es ein Gülewagen und sieht schön aus mit dem Wasser aber immerhin ein Güllewagen.
00:36:18: Das ist natürlich ganz klar.
00:36:21: Und das ist dir doch ja von Anfang an bewusst gewesen, aber findest du dass da die Öffentlichkeit, sage ich mal, die öffentliche Hand da genug seiner Verantwortung nachkommt?
00:36:34: Die Frage ist ja wenn, ob Museen Oder die
00:36:39: Institutionen,
00:36:42: also die Öffentlichkeit als Institution.
00:36:44: Ob das ein öffentliches Museum ist oder weil jetzt die Ehre-Stiftung zum Beispiel ist ja eine private Stiftung, die was gekauft haben.
00:36:53: aber findest du dass die öffentliche Hand sich genug dieser Form der Kunst auch widmet in Form durch Ankäufen, Aufträgen und so weiter?
00:37:14: Ich denke schon auf eine Art Weise.
00:37:17: Es ist ja ein Logik dahinter, dass es einfacher ist, ein Objekt zu kaufen als eine Handlung zu sagen.
00:37:27: Robert Smithsern ist ein gutes Beispiel dafür, was die Frage ist und man seinen non-sides überhaupt aufbauen kann als ein Museum.
00:37:38: Das wäre nur ein Bild von einem Original, also diese Frage nach Nachbau.
00:37:44: Also das gab ja einen Grund warum er diese Arbeit gemacht hatte und dass es eben nicht in den Museum kommen kann, in die nahe Weise.
00:37:54: Ein Punkt für mich ist, dass Kunst mit der Frage seine eigene Form irgendwie noch auch einen sehr wichtigen Kritik an Mediation, sozusagen über Kunst handelt.
00:38:08: So dass man immer die Rahmenbedingungen von den historisch-schnellen Rahmenbedingerungen mit rein besiegt in wie man an Arbeit seicht zu sagen, dass es diese Funktion hat und ich glaube das ist auch eine Interesse von Institutionen den anderen Weg zu fragen, also dass man die Rahmenbedingungen tatsächlich auch akzeptiert und sieht.
00:38:37: Und dann ist es ja ganz klar denke ich das nicht jede Kunstform so sich... Man kann so konträr sein oder man können versuchen diese Rahmung so Herausforderung aber das kommt immer wieder zurück in den Kunstgeschichte auch eingeschrieben und dann irgendwann auch vermarktet.
00:39:04: Das ist ja auch mit Institutionenkritik, Andrea Frazier ist ja ein sehr erfolgreicher Künstlerin.
00:39:13: Und diese Format ist tatsächlich auch instudialisiert.
00:39:16: also es gibt einen Raum dafür.
00:39:25: Andrea Frazer ist eine US-amerikanische Performerin und Installationskünstlerin.
00:39:31: In ihren Arbeiten setzte sich vor allem kritisch mit dem zeitgenössischen Kunstbetrieb, genauer – mit seinen Beziehungen, seinen Strukturen und dessen Akteure wie Institutionen, Galerien-, Sammlerinnen- und KünstlerInnen auseinander.
00:39:44: Dabei stellt sie sich selbst als Protagonistin und als Projektionsfläche für ihre sozikulturellen Analysen zur Verfügung.
00:39:51: Bekannt wurde Andrea Frazier Anfang der Neunzenhundertneunziger Jahre mit ihren Gallery Talks Performances.
00:39:57: Frazier schlüpft in der Performance in die Rolle einer formell gekleideten, verklemmten Dozentin namens Jane Cassleton und führt durch Kunstinstitutionen, in denen sie sich kritisch mit den Präsentationsformen, den Hierarchien und den Ausschlussmechanismen des Kunstbetriebes auseinandersetzt.
00:40:14: Auch in darauf folgenden Arbeiten analysiert sie auf teilweise humorvolle Weise die Strukturen von Museen, Galerien- und anderen Ausstellungshäusern.
00:40:23: Dabei kommen Themen wie Kulturtransfer, Sponsoring und die Bedeutung der Medien bei der Berichterstattung über Kunst-Events ins künstlerisch kritische Spiel.
00:40:32: Großes Aufsehen erregte Andrea Frazier, in dem sie beim Sex mit einem Kunstsammler zu sehen ist, gefilmt ohne Ton von einer an der Decke des Hotelzimmers befestigten Kamera.
00:40:47: Vertraglich vereinbart zahlte der performende Sammler zwanzigtausend Euro für das Exemplar Nummer eins, der in einer Fünfer-Edition aufgelegten DVD.
00:40:54: Doch die Empörung über die pornografischen Ambitionen einer weiblichen Künstlerin vernebelte die Rezeption.
00:41:02: Dabei sollte antitelt eine wörtlich zunehmende Performance über die Metapher der Prostitution für den Kunstmarkt sein und keine Performance über Prostituation an sich.
00:41:17: Also ich finde dass auch die Museen ultrakonservativ sammeln und oft sogar noch konservativer sind, was die herangehensweise an Zustand und eben auch in der Doppeldeutigkeit konservativ in den Anspruch an wie etwas erhalten werden kann oder wieder installiert werden kann.
00:41:44: Und dass oft private Sammlungen da fast mutiger sind dass natürlich die Form, wie du jetzt arbeitest selbst bei großer privater Leidenschaft gar nicht so einfach ist mit einem privaten Haushalt zu verbinden.
00:42:04: Und ich finde das da die öffentlichen Museen zu wenig Engagement zeigen weil ja wenn Künstlerinnen und Künstlern wie du arbeiten ein ganz großer Teil des Kunstmarkts nicht wirklich erschlossen werden kann.
00:42:26: Naja, das stimmt.
00:42:26: also ich stemme dazu dass also mein Erlebnis ist die Frage... Ich weiß nicht ob mich das beantworten kann um den Kunstwelt genug sich darum kümmern oder so.
00:42:37: Ich glaube es ist eine schwierige Frage weil was sollen die... Also was für Institutionelle Form soll man dann machen?
00:42:47: ist auch das Beispiel, dass Künstlern sich eigentlich sehr viel darüber selber kümmert.
00:42:53: Das ist die Handlungsraum, die kommt in eher so... Dass Künstler sich beschäftigen mit bestimmten Manifesten oder bestimmte Angegenweise über ein Art von Kunst, also dass man auch nichts an den Institutionellrahmen nur festhalten kann sondern auch die Möglichkeit, diese Rahmenbedingungen zu beeinflussen in denen man selber Ausstellungen und diesen Ausstellungsraum sozusagen schaffen.
00:43:32: Aber ich stimmte auch zu also die Museen wie es ist als Form ist auch so wie ein Koloss oder einen.
00:43:41: Also das bewegt sich ganz langsam und ist irgendwie auch mit einem New Museum oder so weiter, also dass wir es sehen wo diese... Dass man noch größer einen anderen Format machen für ein Institutionelleramung.
00:43:58: Und besonders bei Sammeln glaube ich, wenn es eine größere Wichtigkeit hatte in die Sammlungen, in die große Sammlung dieser Form von Kunst dann.
00:44:10: Aber ich glaube, das ist immer eine Herausforderung für die Museen.
00:44:13: Diese Kunst mediieren auch und deswegen sieht man das wenig so.
00:44:20: Ja was sich besonders auch an deiner Arbeit schätze ist dass du ja ganz oft Arbeiten realisierst aus der Situation heraus auch ohne Einladung Dass dir irgendwas auffällt und du dazu quasi dann arbeitest.
00:44:35: Jetzt hattest Du kurz erwähnt Das Thema NFTs.
00:44:41: Hast du da schon Ideen?
00:44:43: Nee, das habe ich noch nicht.
00:44:44: Aber ich denke, dass ist ein guter Idee.
00:44:48: Dass die arbeiten so wie mit einem Zertifikat.
00:44:51: Warum macht man nicht einen NFT?
00:44:56: Ich sehe es nicht als Format extrem spannend.
00:45:00: Aber das ist eine wichtige Art und Weise, womit man auch die Kunst mag zu sagen und überhaupt das spekulieren kann mit Kopien auch und so weiter umgehen kann.
00:45:13: Da ist dann anderen zu sagen, Relation zu den Verkäuflichkeiten oder auch zu dem Wert des Arbeits.
00:45:22: also was ich glaube es gut als Punkt diese NFTs haben dass wir darüber reden wie viel wert oder was wie soll es verhandelt werden was bedeutet, dass das ein Original ist oder bedeutet das Wasser.
00:45:40: Und ist es dann der Stromverbrauch vereinbar mit deiner künstlerischen Praxis?
00:45:46: Ja, denke ich schon!
00:45:49: Ich würde sagen wenn man dieses Strom erneuerbaren erzeugen können, dann wäre das ja das Beste.
00:45:59: und soll man so machen.
00:46:01: Das kann man ja.
00:46:03: Auf einer anderen Seite kann man auch sagen, ja ist es so wichtig dass wir diese Ebenen machen auf so ein Werk wo immer Strom erzeugt werden müssen?
00:46:13: oder das sind dann gute Frage.
00:46:17: Ich würde auch nicht unbedingt diese Macht oder nicht das... Ja, gute Frage!
00:46:26: Hängt von Situation ab.
00:46:28: Wir nutzen ganz bewusst eine Proof of Stake Blockchain, weil sie sehr viel Energie sparen.
00:46:33: da ist als die Proof Of Work Blockchain.
00:46:36: Aber... ...die Frage ob Nachhaltigkeit in der Kunst überhaupt umsetzbar isst ja ne Frage mit der du dich bei der Charger Bienale schonmal beschäftigt hast wo es ganz konkret darum ging Strom einzusparen und zwar wolltest du das das Museum nicht mehr auf, ich weiß nicht was, einen zwanzig Grad runtergekühlt wird sondern reinzwanzig und hast ausgerechnet was für ein riesiger Energie.
00:47:03: Ja das kann ich beschreiben aber ich würde erst mal sagen wenn wir über... also für mich ist Nackhaltigkeit eher so eine interessantes Wort weil es sehr viel verbindet zwischen Ein Vorstellung von Natur und Ökonomie.
00:47:19: Und die Begriff selber kommt ja aufs der Forstwirschaft, also man hat überlegt wie können wir... Die Wäldern ist verschwunden und man hatte ein Problem damit dass man keine Holz hatte.
00:47:30: Man hat dann überlegt, wie man den Wald am Rechthalten mit dem Verbrauch.
00:47:37: Damit ist es diese Nachhaltigkeitsbegriff.
00:47:41: Davon kommt es auch, das ist eine ökonomische Begriff.
00:47:44: Nicht einen, der direkt so mitten wird mit Natur oder Umwelt.
00:47:48: Also das ist ein Rationale, so auf Natur zu sagen.
00:47:51: So der erste Mal wollte ich das sagen weil ich arbeiten... also ich bin nicht in dem Punkt wo ich sage alles sollte irgendwie nachhaltig sein oder sowas.
00:48:02: Das ist nicht den Punkt was mich interessiert mit Kunst.
00:48:04: aber das Begriff und wie es verwendet wird interessiert mich weil sehr viel über einen man sieht viele von bestimmte Werten die sich sagen spiegelt in diesem Begriff.
00:48:20: Um Kunst nachhaltig, also das sind zwei Fragen.
00:48:23: ja erst mal diese Frage ist Kunst nach haltig und für was?
00:48:29: Für wem?
00:48:30: In welchen Kontext?
00:48:32: Sonst macht es überhaupt keinen Sinn diese Frage glaube ich wenn man ein Bienal über Art & Ecology machen Und dann fliegt man in so einer Gruppe von Künstlern nach Saat ja für einen kleinen Monat, um da Kunst zu machen und ganz viele Ressourcen verwenden.
00:48:47: Dann ist es interessant zu sehen wie reflektiert diese Haltung in den Bienale sich selber.
00:48:57: Das fand ich eine Absurdität natürlich.
00:49:00: Um das Rechtige oder nicht solche Ausstellungen zu machen kann man darüber nachdenken.
00:49:06: aber Ich als eingeladenen Künstler fand es spannend, da mich die Themen auseinanderzusetzen und war dann vor Ort in den Ausstellungshaus.
00:49:16: Und ich war so überrascht von der Temperaturschwingung, wie heiß es war draußen – ich habe noch nie einen Hitz erlebt!
00:49:27: Und dann in diesem Museum reinzugehen, wo es fast so unter, also es war so zwanzig Grad oder neunzehn Grad ein bisschen kühl und mit Air-Conditioning.
00:49:40: Diese Kontrast, mein Versuch war eine Arbeit darüber zu machen.
00:49:44: Und in die Tagen kamen diese finanzielle Report raus, den Stern Report, der hat ja gesagt was müssen wir tun um unter diesen zwei Grads Erhitzungen zu kommen?
00:49:57: Das war der erste ökonomische Report, die gesagt haben.
00:49:59: Es ist eine menschliche verursachte Klimawendung und das fand ich spannend dann mit reinzubringen in die Ausstellung.
00:50:07: also mein Teil des Pianale war dass die Museum die Temperatur sozusagen mit zwei Grad im Museum erhöht indem wir die Air Conditioning runterdrosseln und es ist dann wärmer wird im Museum.
00:50:22: und das und dann mit dem Geld was eingespart wurde Für den Ausstellungszeit habe ich dann mit einer Dependis, also eine dänische Umweltsorganisation haben wir so ein Zertifikat gekauft für diese Geld.
00:50:36: Also wir haben sozusagen Wald gekauft in einen Waldprojekt im Äquador.
00:50:44: Aber vor vielen Jahren schon ne?
00:50:45: Ja das ist lange,
00:50:46: lange her oder lang, aber es ist schon lange her und
00:50:52: Das ist jetzt erst in den letzten Jahren Offsetting üblich geworden, zu dem Zeitpunkt war das überhaupt noch
00:50:58: gar nicht.
00:50:58: Das war ein Gespräch und mein Arbeit ging darum diese verschiedene Formen von Mechanismen um einen Nachhaltigkeitsbegriff und eine ernsthafte Situation vom Klimawandel verbunden mit Ökonomie natürlich.
00:51:13: Und dann die Frage ist, was macht ein Biennale in Sacha?
00:51:18: Also das ist da.
00:51:19: Weil die Sacha als Emirat sich auf Know-how Ausbildung und sehr liberale und moderne Minerate wollen da jetzt schaffen weil sie nicht mehr die gleiche Ölreserve haben.
00:51:38: Das ist so diese ökonomische Kreislauf von um diese verschiedene Krisen von Öl bis zum Klimawandel, bis zum Ausstellungs-, also die Bedeutung von einem Biennale und meine eigene Rolle da drin.
00:51:53: Das hat mich so dieser Arbeit geleitet.
00:51:57: Und ja wir haben ein verhältnismäßig große Fläche vom Regenwald da sozusagen indirekt kaufen können.
00:52:06: Also mein Verhältnis ist das so dass es Problemen in beide Richtungen.
00:52:12: Wir denken, dass wir können mit so Privatinitiativen dann Wald kaufen und damit... Also das hilft.
00:52:19: was aber hilft es genug?
00:52:21: Das ist meine Frage.
00:52:23: und auch immerhin so wie kann man diese Verbindung zwischen diesen verschiedenen Strategien und Aussagen verbinden in eine künstlerische Arbeit die dann mit eigentlich immateriell war.
00:52:36: Das waren zwei Grad sozusagen Änderung.
00:52:39: Ja, spannend.
00:52:41: Und wo geht die Reise hin?
00:52:44: Was steht an und was sind die Dinge mit denen du dich jetzt gerade beschäftigst und kommt in naher Zukunft?
00:52:50: Also die nächste Ausstellung war der Ehrstefterung finde ich sehr spannend weil diese Gruppe von... also die Alken sind so vielfaltig und die Formsprache da drinnen interessiert mich.
00:53:03: Ernst Heckel hat früher viele Kieselalken gezeichnet Und die Kieselalgen sind so aus Kieseln gebaut und haben einen Skelett, ein Gerüst.
00:53:15: Die in eine Vielfalt von Formen sehr, also geometrische Formen vorkommen.
00:53:21: Und da eher zurück zum was Klassisches.
00:53:24: ich beschäftige mich mit dem als Thema.
00:53:27: natürlich diese Alken als solche aber hier bin ich sehr interessiert in den Sprache umzusetzen.
00:53:37: Computer-Motulierung und wir printen, dann werden wir also in drei D Druck herstellen für die Ausstellung.
00:53:44: Und es gibt aber auch irgendwie einen Moment dass die Besucher ihre Untersuchungsergebnisse sag ich mal oder ihre Fotos mitnehmen können?
00:53:53: Ja das ist die Idee!
00:53:54: Also ich finde es spannend als man heutzutage mit Mikroskopie und auch mittenhändig sind jetzt so gut man kann da sehr gute Aufnahmen machen von diesen mikroskopische Welt.
00:54:06: Ja, das finde ich immer gut.
00:54:08: Dass man so ein unmittelbar ... Das Leute, dass man hat so eine Interaktion.
00:54:17: Also dass die Leute da irgendwie auch selber was machen kann oder dass wir nicht nur von außen stehen als Betragter.
00:54:26: Tua super!
00:54:27: Vielen Dank.
00:54:27: Ich freue mich auf die nächsten zwanzig Jahre.
00:54:34: Was mit Kunst?
00:54:35: Ein Podcast von und mit Johann König.